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Homepage
Einleitung
und wichtige Hinweise
1. Teil
Anfänge
2. Teil
Nikon M Nikon S, Nikon S2
3. Teil
Nikon SP
4. Teil
Nikon F
5. Teil
Nikkorex
6. Teil
Nikon F2
7. Teil
Nikkormat
8. Teil
Nikon FM
9. Teil
Nikon F3
10. Teil
Nikon FM2
11. Teil
Nikon F-301
12. Teil
Nikon F4
13. Teil
Nikon F90
14. Teil
Nikon F5
15. Teil
Nikon F100, D1 F80 und F65
16. Teil
Ausblick
Literatur
zur Nikon
Anhang:
Nikon Digital für
Profis
Nikon
D1X
Motoren
Belichtung
bei den SLR
Leica-Story
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10.
Teil: Nikon FM2. Nikon FM2n, Nikon FG, Nikon FG-20 und Nikon FA
Nikon FM2
Diese gegenüber der Nikon FM verbesserte Neuauflage
erschien 1982. Nikon warb eifrig für die FM2 mit der kürzesten
Verschlusszeit 1/4000s, ohne allerdings dazuzusagen, was man denn
unbedingt mit einer Viertausendstel Sekunde fotografieren müsse. Dennoch
ist diese Verschlusszeit nicht nur ein Gag.
Denn bei den heute üblichen Filmen hoher Empfindlichkeit ist es manchmal
nötig, mit großen Blenden zu arbeiten, um den Hintergrund in Unschärfe
verschwimmen zu lassen. Bei Sonnenschein, einem ISO 200 Film und Blende
2 ergibt sich bald eine Belichtungszeit kürzer als 1/1000 Sekunde. Nützlicher war da schon die kürzeste Synchronzeit von 1/200s, bei der
die Belichtungsmessung jedoch nicht funktioniert. Aber zum Blitzen
reicht es, denn die Belichtungssteuerung übernimmt ohnehin
(TTL-Blitzbelichtungsmessung fehlt der FM2), im Normalbereich, nicht bei
Nahaufnahmen etc., ausreichend genau das Automatikblitzgerät. Zum
Unterschied von der Nikon FM konnten nur mehr Ai-Objektive verwendet
werden, die alten Objektive mit der Belichtungsmessergabel waren
Altmessing und Altglas bei dieser Kamera. Damit war der Abschied von den
alten Objektiven endgültig, sofern sie nicht umgebaut
wurden (bzw. werden konnten). Das übrige Zubehör wie Motor und
Datenrückwand zur FM sind auch an der Nikon FM2 verwendbar.
Technische Daten Nikon FM2:
Spiegelreflexkamera für Kleinbildfilm und
Wechselobjektive (Nikon AI-Bajonettfassung); vertikal ablaufender
Schlitzverschluss mit Verschlussvorhängen aus Titanfolie,
Verschlusszeiten: B, 1 - 1/4000 Sekunde, mechanisch gesteuert,
Synchronzeit: 1/200 Sekunde, Blitzkontakt mit und ohne Kabel (Hot Shoe),
mechanischer Selbstauslöser mit 10 Sekunden Vorlaufzeit,
fest eingebauter Prismensucher (93% des Negativformats sichtbar),
Sucheranzeigen für Zeit, Blende, mit Leuchtdioden für
Belichtungsabgleich,
Einstellscheiben wechselbar, Standardscheibe mit Schnittbildindikator,
Mikroprismenfeld und Mattscheibe
Kein arretierbarer Rückschwingspiegel,
Mehrfachbelichtungen möglich,
Belichtungsmesser: mittenbetontes TTL-System mit Offenblendemessung,
Stromversorgung wahlweise mittels 3V Lithiumbatterie, 2 Stück 1,55V
Silberoxyd- oder 2 Stück Alkali-Mangan-Batterien
Schnellschalthebel, automatisch auf Null stellendes Bildzählwerk,
Zubehör u. a.: Datenrückwand MF-12, Motor MD-12 (bis 3,5 Bilder/Sek.)
Standardobjektiv: Nikkor 1,4/50 mm oder 2/50 mm,
Gehäuseabmessungen: 142x89,5x60,5 mm,
Gewicht des Gehäuses: 540 g.
Durchschnittspreis für das Gehäuse bei durchschnittlich guter Erhaltung:
ca. 400 Euro
Nikon FM2n
Ab 1983 wurde eine verbesserte Version erzeugt, die
Nikon FM2n. Äußerlich ist sie von der FM2 nicht zu unterscheiden. Sie
enthielt eine superhelle Mattscheibe und eine Synchronzeit von 1/250s.
Eine TTL-Blitzbelichtungsmessung wurde leider nach wie vor nicht
eingebaut. 1989 erhielt die FM2n dann einen neuen Verschluss, senkrecht
ablaufend und völlig glatt, anstelle der Titanlamellen mit Wabenmuster
auf Aluminiumfolie. Die äußerlich nicht als FM-2n bezeichnete Kamera
wurde viele Jahre erzeugt und erst danach durch die heutige FM3A
abgelöst. Falls Sie heute noch wo eine "neue" FM2n in einem Geschäft
finden sollten, ist sie - vom kommerziellen Standpunkt aus - ein
Ladenhüter. Handeln Sie um den Preis - und kaufen Sie. Sie bekommen dann
eine schöne, mechanische Kamera, wenn auch ohne AF und ohne die
modernste Belichtungstechnik.
FM-2/T
Ab Jänner 1994 war eine Titanversion lieferbar.
Oberteil, Rückwand und Bodenplatte sind aus Titan, das eigentliche
Gehäuse dazwischen ist aus Aluminium. Mechanisch entspricht die FM-2/T
der vorgenannten FM2n, sodass auch alle zur FM2n passenden Zubehörteile
an der Titanversion verwendet werden können. Von dieser unterscheidet
sie sich äußerlich durch ein matt-graues (titanfarbenes) Gehäuse.
Von dieser FM2/T gab es 1994 anlässlich des "Jahr des
Hundes" für den japanischen Markt in nur etwa 300 Stück eine spezielle
Ausführung mit neben der Typenbezeichnung aufgeprägtem Hundkopf der
japanischen Rasse Chen-ten. Die Kamera ist damit seltener als die Nikon
I! Es dauerte bis 1996, ehe ihre Existenz in den USA bekannt wurde.
Diese Type werden Sie kaum kaufen können, leider!
Wahrscheinlich werden Sie leider auch die Millennium
Edition der Nikon FM2 nicht kaufen können. Mit 2000 Exemplaren feiert
Nikon nicht nur das neue Jahrtausend, sondern auch das Jahr des Drachen.
Es handelt sich an sich um eine serienmäßige FM2, die jedoch oberhalb
des Selbstauslösers auf der Vorderseite ein aufgeklebtes Drachensymbol
zeigt. Außerdem besitzen, so wie seinerzeit bei der Gold-FM Gehäuse und
Objektiv 1,4/50mm passende Nummern nach dem Schema "Year 2000 xxxx/2000"
auf der Rückseite des Gehäuses unter dem Schnellschalthebel und "xxxx/2000"
auf der Vorderseite der Objektivfassung. Die Verchromung der Kamera
ähnelt farblich der FM2/T, besteht jedoch nicht aus Titan.
Sollten Sie so glücklich sein, eine zu finden und kaufen
zu können, achten Sie darauf, dass sie auch die spezielle goldfarbene
Schachtel mit rotem Samtfutter erhalten und das spezielle Zertifikat,
mit dem Nikon einem jedem bestätigt, dass nur 2000 Stück erzeugt wurden.
Erhalten Sie alles, steigert das den Wert, denn mit dieser Kamera werden
Sie wohl nicht fotografieren, sondern Sie als Schmuckstück in ihrer
Sammlung zeigen wollen. Preis ist Verhandlungssache.
Technische Daten Nikon FM2/T:
Spiegelreflexkamera für Kleinbildfilm und
Wechselobjektive (Nikon AI-Bajonettfassung); vertikal ablaufender
Schlitzverschluss mit Verschlussvorhängen aus Titanfolie,
Verschlusszeiten: B, 1 - 1/4000 Sekunde, mechanisch gesteuert,
Synchronzeit: 1/250 Sekunde, Blitzkontakt mit und ohne Kabel (Hot Shoe),
mechanischer Selbstauslöser mit 10 Sekunden Vorlaufzeit,
fest eingebauter Prismensucher (93% des Negativformats sichtbar),
Sucheranzeigen für Zeit, Blende, mit Leuchtdioden für
Belichtungsabgleich,
Einstellscheiben wechselbar, Standardscheibe mit Schnittbildindikator,
Mikroprismenfeld und Mattscheibe
Kein arretierbarer Rückschwingspiegel,
Mehrfachbelichtungen möglich,
Belichtungsmesser: mittenbetontes TTL-System mit Offenblendemessung,
Stromversorgung wahlweise mittels 3V Lithiumbatterie, 2 Stück 1,55V
Silberoxyd- oder 2 Stück Alkali-Mangan-Batterien
Schnellschalthebel, automatisch auf Null stellendes Bildzählwerk,
Zubehör u. a.: Datenrückwand MF-12, Motor MD-12 (bis 3,5 Bilder/Sek.)
Standardobjektiv: Nikkor 1,4/50 mm oder 2/50 mm,
Gehäuseabmessungen: 142x89,5x60,5 mm,
Gewicht des Gehäuses: 540 g.
Durchschnittspreis für das Gehäuse bei durchschnittlich guter Erhaltung:
ca. 600 Euro
Nikon FG
Nicht nur die FM2 als Weiterentwicklung der FM erschien
1982 neu auf dem Markt, die Nippon Kogaku K. K. brachte auch eine völlig
neu entwickelte Kamera heraus: die Nikon FG . Gedacht als Nachfolgemodell der Nikon EM von
1979 besitzt sie einige damals bedeutende neue Merkmale, die sie zu
einer wichtigen Kamera in der Geschichte der Nikons machen.
Die Nikon FG ist die erste Nikon mit
Programmautomatik, das heißt, auf Grund der vom Belichtungssystem
gemessenen Helligkeit, der größten Blende des jeweils angesetzten
Objektivs und der Filmempfindlichkeit errechnet die Kamera an Hand
eines vorgegebenen Programms die passende Belichtungszeit und die
passende Blende. Mit welcher Belichtungszeit die Aufnahme erfolgt,
wird mit Hilfe einer Reihe von Leuchtdioden rechts im Sucherbild
erkennbar. Zusätzlich zur Programmautomatik kann auch
Zeitautomatik eingestellt werden, das heißt, zu einer vorgewählten
Blende am Objektiv stellt die Kamera die passende Verschlusszeit ein,
wie vorher schon bei der Nikon EM eingeführt. Außerdem ist eine rein
manuelle Belichtungsmessung ebenfalls möglich.
Für die Weiterentwicklung der SLRs von Nikon war die
FG wichtig, weil sie als erste SLR der Firma über eine
Programmautomatik verfügte. Die setzt zweierlei voraus: zum einen
muss die vom Belichtungsmesser ermittelte Blende auf das Objektiv
übertragen werden, weil ja bei Programmautomatik sowohl Zeit als auch
Blende - in definierten Paaren einander zugeordnet - von der Kamera
gesteuert werden; zum anderen muss die Kamera die Anfangsöffnung des
Objektivs erkennen, die bei der Steuerung der Blende als Bezugspunkt
zielt.
An sich verfügte schon die Nikon EM, obgleich bloß
Zeitautomat, über einen kleinen Hebel im Spiegelkasten, über den die
Kamera die Anfangsöffnung des Objektivs erfährt. Die AI-Objektive
ihrerseits haben eine Art <Nase> als Gegenstück. Diese und der
genannte Hebel machten es möglich, in die Kamera eine Blendenautomatik
oder aber auch (allenfalls zusätzlich) eine Programmautomatik
einzubauen. Bei der EM wurde diese Möglichkeit nicht wirklich genutzt,
dafür waren offenkundig kommerzielle Überlegungen ausschlaggebend -
man wollte ja nicht unbedingt in das damals billigste lieferbare
Modell eine Eigenschaft einbauen, die andere, teurere Modelle nicht
besaßen. So wurde mit Nase und Hebel bei der EM lediglich das
kameraspezifische Blitzgerät SB-E gesteuert.
Wichtig ist die Nikon FG auch deshalb, weil sie die
erste Nikon mit Blitz-Innenmessung mit speziellen, abgestimmten
Blitzgeräten von Nikon und anderen Fabrikanten (etwa im SCA-System)
ist. Das wird erreicht durch eine zweite Photodiode an der Unterseite
des Spiegelkastens. Mit dieser Diode wird das Licht gemessen, das
während der Belichtung auf den Film fällt. Dazu wurde allerdings ein
eigenes Blitzgerät notwendig. Nippon Kogaku K. K. erzeugte für die FG
neu das SB-15, das auch an älteren Kameras verwendet werden kann, dann
aber nicht mit Innenmessung. Naturgemäß lassen sich auch spätere
Blitzgeräte von Nikon (und mit entsprechenden Adaptern auch
Blitzgeräte von anderen Herstellern verwenden.
Mit der Blitzinnenmessung der Nikon FG konnten nicht nur zwei oder 3
Blenden (je nach Filmempfindlichkeit etwa 4 und 8, wie bei
"Computerblitzgeräten" ohne TTL-Blitzbelichtungsmessung üblich)
verwendet werden, sondern jede, je nach Bedarf und Reichweite des
Blitzgerätes. Auch wurde mit dieser Methode eine genauere Belichtung
des Motivs bei Blitzaufnahmen möglich.
In der Praxis viel
wichtiger ist diese Art der Belichtungsmessung beim Blitzen indessen
bei Nahaufnahmen; mittels Verbindungskabel SC-17 lässt sich das
Blitzgerät von der Kamera getrennt verwenden und kann auf diese Weise
eine plastische Beleuchtung kleiner Gegenstände erreicht werden -
unter Wegfall mühseliger Berechnung des Lichtverlustes bei
Nahaufnahmen, etwa bei Verwendung von Zwischenringen oder eines
Balgengerätes.
Nun mag ja sein, dass
der angepeilte Käuferkreis der FG weder Zwischenringe noch
Balgengeräte verwendete, aber die Vorteile der
TTL-Blitzbelichtungsmessung sind so offenkundig, dass heute eigentlich
- ausgenommen die allerbilligsten Modelle - jede SLR über eine solche
verfügt.
Nicht verschwiegen werden soll, dass diese Methode der
Belichtungsmessung auf Patenten von Minolta beruht. Minolta überließ
gegen Lizenzgebühren seine Rechte nur an Olympus, die diese
Möglichkeit an der OM-2 perfektionierte. Jahre später besann sich auch
Minolta auf sein Patent und nützte es selbst an der Minolta CLE, der
gleichsam modernsten Leica (nicht von Leitz) dank elektronischen
Verschlusses mit Zeitautomatik und Blitz-Innenmessung (soweit ist die
heutige Leica AG mit der Leica M6TTL noch nicht, die beharrlich
weiterhin einen konstruktiv mehrere Jahrzehnte alten
Tuchschlitzverschluss verwendet). In solchen Fällen einigt man sich in
Japan stillschweigend, ohne gleich zum Kadi zu laufen. Das wäre für
den Ruf nicht günstig.
Auch die Nikon FG besitzt noch eine Gegenlichttaste, die gleich wie
bei der Nikon EM funktioniert. Zusätzlich ist mit Hilfe einer
Markierung um den Rückspulknopf eine manuelle Korrektur der Belichtung
um plus oder minus 2 Blenden möglich. Damals in Fachzeitschriften viel
beredet: die Abblendtaste fehlt, man kann auch keine
Doppelbelichtungen machen. Frage: wann haben Sie diese schönen
Möglichkeiten bei Ihren Aufnahmen zum letzten Mal benutzt? Sehen Sie!
Äußerlich fällt, im Vergleich zu den anderen Nikons
dieser Zeit, die kleine Ausbuchtung rechts vorne am Kameragehäuse auf,
die einen rudimentären Handgriff aus Plastik darstellen soll.
Wie ebenfalls bei anderen Nikons dieser Zeit bereits
üblich, war auch zur Nikon FG ein Motor lieferbar, natürlich ein
neuer. Der MD-14 lieferte bis zu 3,2 Bilder/s, sofern die
Verschlusszeit kurz genug war. Die ebenfalls neue Datenrückwand hieß
MF-15. Da die Nikon FG die gleichen Außenmaße wie die Nikon EM
aufweist und auch die gleiche Anordnung der Bodenkontakte, ist
außerdem auch noch der Winder MD-E verwendbar.
Die Nikon FG wurde nur bis 1985 gebaut, also nicht
einmal drei ganze Jahre. Durch das Aufkommen der AF-SLRs sank das
Käuferinteresse rapid. Können oder wollen Sie auf AF verzichten, war
und ist die FG mit ihrer Blitzbelichtungsmessung eine durchaus
empfehlenswerte kleine und handliche Kamera, die meist recht günstig
gebraucht zu kaufen ist.
Technische Daten Nikon FG:
Spiegelreflexkamera für Kleinbildfilm und
Wechselobjektive (Nikon AIS-Bajonettfassung); Elektronisch
gesteuerter, vertikal ablaufender Metallschlitzverschluss
Verschlusszeiten: B, 1 - 1/1000 Sekunde bei Zeit- und
Programmautomatik, 11 - 1/1000 Sekunden bei Handeinstellung,
mechanische Zeit (bei Batterieausfall nützlich) 1/90 Sekunde,
mechanisch, sonst alle Zeiten quartzgesteuert, Synchronzeit: 1/90
Sekunde, die unabhängig von der Einstellung an der Kamera bei den
Blitzgeräten SB-E, SB-10 und SB-15 (und den späteren!) bei
Blitzbereitschaft automatisch eingestellt wird, Hot Shoe (kein
Kabelanschluss mehr),
mechanischer Selbstauslöser mit 10 Sekunden Vorlaufzeit,
fest eingebauter Prismensucher (93% des Negativformats sichtbar),
Sucheranzeigen für Zeit, Blende, mit Leuchtdioden für
Belichtungsabgleich,
Einstellscheiben wechselbar, Standardscheibe mit Schnittbildindikator,
Mikroprismenfeld und Mattscheibe
Kein arretierbarer Rückschwingspiegel,
Mehrfachbelichtungen möglich,
Belichtungsmesser: mittenbetontes TTL-System mit Offenblendemessung,
Stromversorgung wahlweise mittels 3V Lithiumbatterie, 2 Stück 1,55V
Silberoxyd- oder 2 Stück Alkali-Mangan-Batterien
Schnellschalthebel, automatisch auf Null stellendes Bildzählwerk,
Zubehör u. a.: Datenrückwand MF-12, Motor MD-12 (bis 3,5 Bilder/Sek.)
Standardobjektiv: Nikkor 1,4/50 mm oder 2/50 mm,
Zubehör: u. a. Motorantriebe MD-E und MD-14, Datenrückwand MF-15,
Gehäuseabmessungen: 136x87,5x54 mm,
Gewicht des Gehäuses: 490 g.
Durchschnittspreis für das Gehäuse bei durchschnittlich guter
Erhaltung: ca. 100 Euro, Tendenz sinkend!
Nikon FG-20
Die Nikon FG wurde 1984 durch ein Sparmodell ergänzt: die Nikon FG-20,
wobei ich nicht feststellen konnte, was der Zwanziger heißen soll.
Abgemagert war die Kamera um die Programmautomatik und die Leuchtdioden
im Sucher; statt derer kamen wieder die guten alten Zeiger zum Einsatz,
da billiger. Auch die Belichtungskorrekturskala um den Rückspulknopf
fehlte, der Benützer musste sich mit der Gegenlichttaste der Nikon EM
zufrieden geben. Fotografiert wurde wohl hauptsächlich mit Zeitautomatik
und weniger mit manueller Einstellung der Belichtungszeit, obgleich
ebenfalls möglich.
Da es sich um ein Sparmodell handelt, wurde auch die
Blitz-Innenmessung eingespart. Über zusätzliche Kontakte im Sucherschuh
wurde jedoch an ein spezielles Blitzgerät SB-19 jeweils
Filmempfindlichkeit und eingestellte Blende übermittelt, gleichzeitig
wurde die Synchronisationszeit von 1/90s eingestellt. Reicht das Licht
bei der eingestellten Blende aus, leuchtet ein rotes Lämpchen konstant,
blinkt es, muss eine andere Blende eingestellt werden.
Übrigens hat Nikon die FG-20 natürlich nicht als
Sparmodell bezeichnet, sondern als verbesserte EM. So kann man es auch
sehen.
Wer "es schnell" wollte, montierte den Winder MD-E
(ursprünglich zur Nikon EM, max. 2 Bilder/s), oder den Motor MD-14 für
max. 3,2 Bilder/s.
Die Produktion wurde schon 1986, also nach nicht einmal
ganz zwei Jahren, eingestellt. Die neuen Massenmodelle F-301 bzw. die
erste Autofocus-Kamera F-404 von Nikon boten einfach mehr Möglichkeiten
und die Anforderungen der Kundschaft hatten sich inzwischen gewandelt.
Technische Daten:
Elektronisch gesteuerte SLR für Kleinbild, ohne AF, mit
Zeitautomatik nach Blendenvorwahl und manueller Einstellung von Zeit und
Blende, elektronisch gesteuerte, vertikal ablaufender
Metallschlitzverschluss mit Zeiten von B, 1 - 1/1000 Sekunde,
automatischer Einstellung der Synchronzeit wie bei der Nikon FG,
Belichtungs-Korrekturtaste, Stromversorgung wahlweise mittels 3V
Lithiumbatterie, 2 Stück 1,55V Silberoxyd- oder 2 Stück
Alkali-Mangan-Batterien.
Größe: 136x89x54 mm, Gewicht des Gehäuses: 440 g.
Durchschnittspreis für das Gehäuse bei durchschnittlich guter Erhaltung:
ca. 60 Euro, Tendenz: sinkend!
Zur Fortsetzung: Nikon FA
und Nikon FA Gold
Zuletzt geändert am 7. Februar 2007
© 2005/Peter Lausch
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