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Einleitung und  wichtige Hinweise

1. Teil
Anfänge

2. Teil
Nikon M  Nikon S, Nikon S2

3. Teil
Nikon SP

4. Teil
Nikon F

5. Teil
Nikkorex

6. Teil
Nikon F2

7. Teil
Nikkormat

8. Teil
Nikon FM

9. Teil
Nikon F3

10. Teil
Nikon FM2

11. Teil
Nikon F-301

12. Teil
Nikon F4

13. Teil
Nikon F90

14. Teil
Nikon F5

15. Teil
Nikon F100, D1 F80 und F65
 

16. Teil
Ausblick

Literatur zur Nikon

Anhang:
Nikon Digital für
Profis

Nikon 
D1X

Motoren

Belichtung
bei den SLR

 Leica-Story

 

 

 

 

4. Teil: Nikon F

Spätestens Ende 1954, mit der Marktreife der Nikon S 2, war man sich bei der Nippon Kogaku K. K. darüber klar geworden, dass einerseits die Sucherkameras technisch nur schwer noch weiter zu verbessern waren.  Andererseits zeigten sich deutlich die den Sucherkameras eigenen technischen Einschränkungen gegenüber den Möglichkeiten einäugiger Spiegelreflexkameras. Dies würde auf lange Sicht die Masse der potentiellen Kunden dazu veranlassen, hochwertige SLR anstatt hochwertiger Sucherkameras zu kaufen, dachte man bei Nikon. 

Dazu kam der rasante technische Fortschritt bei der Entwicklung der SLR in den letzten Jahren; dazu kamen schließlich die Fortschritte der Konkurrenz gerade in Japan bei der Entwicklung solcher Kameras.
    
Deshalb vorerst ein Blick zurück:
    
1936 brachte Ihagee in Dresden die erste SLR für das Kleinbildformat heraus, mit allen möglichen Nachteilen bei der Handhabung:

  • Kein Rückschwingspiegel, nach der Aufnahme sah der Fotograf kein Bild, wenn er in den Sucher blickte, sondern bloß – Schwärze.
  • Keine Springblende, das heißt, wurde nicht gerade mit der größten Öffnung fotografiert, war das Bild auf der Mattscheibe durch die Einstellung mit Arbeitsblende recht finster und schwer zu beurteilen.
  • Konnte es beurteilt werden, war es dank Lichtschachtsucher seitenverkehrt, sehr unpraktisch bei der Fotografie bewegter Vorgänge. Prismensucher gab es noch keine.

Die Kine-Exakta war, im Vergleich mit der Leica II oder III eine auffällig klobige Kamera. So ist die Kine-Exakta von 1936 im Rückblick ein unhandliches Ungeheuer, mit dem man zwar durchaus fotografieren konnte, aber Vergnügen war das keines und schnell war man auch nicht. Wie viele Schnappschüsse mögen mit einer Kine-Exakta wohl nicht gelungen sein, weil der Fotograf nicht rechtzeitig auf den Auslöser drückte, war er doch noch damit beschäftigt, die Schemen auf der Mattscheibe zu beurteilen. Wahr ist andererseits, dass diese Nachteile vor allem in der wissenschaftlichen Fotografie, aber letztlich auch bei Nah- und bei Fernaufnahmen nicht wirklich ins Gewicht fielen, denn es gab ja nichts Besseres oder auch nur Anderes.

Aber schon 1936 waren andererseits auch die Vorteile einer SLR offenkundig:

  • Balgengeräte und Lupenobjektive ermöglichten die Fotografie kleiner Dinge, denn Bildausschnitt und Schärfe konnten einfach und ohne Berechnungen etc. festgelegt werden,
  • Teleobjektive konnten leicht verwendet werden. Ich weiß schon, zur Leica und zur Contax gab es in späteren Jahren Spiegelreflexansätze, mit denen dann das Fotografieren mit diesen an sich schnellen Kameras so langsam wurde wie mit den nachmaligen SLR; ich weiß auch, dass Leitz noch in den 60-er Jahren verbissen an diesen Visoflex-Spiegelkästen festhielt, und sich auf diese Weise finanziell ein tiefes Grab schaufelte, weil die Firma so tat, als hätte es bei den SLR keine Fortschritte gegeben. Aber das ist eine andere Geschichte.

Nach dem 2. Weltkrieg ging es mit der Entwicklung der SLR aufwärts:

  • Die Contax S hatte erstmals ein Sucherprisma mit einer seitenrichtigen Abbildung des Motivs; diese Kamera war der Urahn der erfolgreichen Pentacons aus Dresden.
  • 1950 zog Ihagee mit der Exakta Varex nach und bot wahlweise Prisma oder Lichtschachtsucher an.
  • Die im Westen damals weitgehend unbekannt gebliebene und ab 1948 in der DDR erzeugte Praktiflex besaß erstmals einen Rückschwingspiegel (aber noch keine Springblende).

In Westdeutschland verfolgte die Firma Wirgin mit ihren Edixa-Modellen und später Zeiss Ikon mit der Contarex ein ähnliches Konzept, während der Rest der deutschen Kameraindustrie friedlich an den Sucherkameras weiterwerkelte oder sich in die Sackgasse der SLR mit Zentralverschluss begab – siehe Zeiss Ikon Contaflex und Konsorten.
    
Wahr ist freilich auch, dass sich statt dessen die vielen kleinen japanischen Firmen mit dem Bau von Leica-ähnlichen Kameras zufrieden gaben, die überwiegend den entsprechenden Modellen von Leitz zum Verwechseln ähnlich sahen. Nur mit der Qualität haperte es vergleichsweise, obgleich einzelne Firmen wie Canon und die später von Yashica aufgekaufte Firma Nicca ebenso wie die Firma Minolta mit ihren Sucherkameras durchaus langlebige Kameras lieferten. Auch verbesserten sie die Vorbildkameras insofern, als sie etwa in ihre "Kopien" Messsucher einbauten oder eine Rückwand, die sich öffnen ließ und dadurch das Filmeinlegen, verglichen mit dem Original bedeutend vereinfachte.
    
Dennoch, der Fortschritt bei der Entwicklung von SLR kam aus Japan. Nur eine kleine Aufzählung selbstverständlicher Eigenschaften einer modernen SLR, die in den 50er-Jahren von der japanischen Kameraindustrie bei der Entwicklung ihrer SLRs berücksichtigt wurden:

  • 1950: Die erste japanische SLR für Kleinbild (alles bisherige und folgende bezieht sich ausschließlich auf das Kleinbildformat) wurde von Asahi gebaut. Noch wies sie einen Aufsichtssucher auf, d. h., der Fotograf musste von oben auf ein bei Sonnenschein schlecht erkennbares Bild auf der Mattscheibe sehen und dieses beurteilen, vergleichbar mit der Exakta. Die Errungenschaft des Pentaprismas der ostdeutschen Contax S etc. hatte sich noch nicht durchgesetzt. Zusätzlich gab es allerdings auch einen Durchsichtssucher, um diesen Mangel einigermaßen zu kompensieren (nur zur Vollständigkeit: die ostdeutsche Practina war ebenso konstruiert).
  • 1950 lieferte wiederum Asahi die erste japanische SLR mit Rückschwingspiegel und löste damit das Problem, dass das Mattscheibenbild nach der Aufnahme nicht zu sehen war (bis zum neuerlichen Aufzug des Verschlusses, der mit dem Spiegel gekuppelt ist).
  • 1954 erzeugte dann die nachmalige Firma Miranda die erste japanische SLR mit einem Prismensucher.
  • 1958 schließlich erzeugte die Firma Zunow die erste japanische SLR mit Springblende, wenngleich auch nur, sagt man,  in einer Auflage von 8 Stück täglich.

Mit anderen Worten:  

Zwischen 1950 und 1958 wurde in Japan alles das in neu entwickelte SLRs eingebaut, was eine moderne und bedienungsfreundliche Spiegelreflexkamera ausmacht, mit Ausnahme des Autofokus und eines leistungsfähigen Motors für den Filmtransport. Das kam erst später.

Bei all diesen neuen Kameras handelte es sich um SLRs mit Schlitzverschluss und Wechselobjektiven Die Japaner waren damit von Kopisten zu technischen Marktführern geworden. In beiden Deutschlands hinkte man der Entwicklung bereits hinterher, entwickelte die Contaflex weiter und entwickelte neu die Retina-Reflex und Firmen wie Wirgin mit der Edixa und Ihagee mit der Exakta Varex übernahmen von nun an aus Japan, was dort entwickelt wurde.
    
Freilich, auch in Japan war nicht jede Firma in der Lage, sogleich alles in ihre neuen Modelle einzubauen, was neu auf den Markt kam und die Möglichkeiten der SLR in jedem Modell voll auszureizen. Minoltas erste SLR, die SR-2, bekam zu ihrem Bajonettanschluss von Minolta nur 5 Wechselobjektive spendiert, Firmen wie Zunow und Asahi halfen sich u. a. mit dem (universell verwendeten) Schraubgewinde der Prakticas und konnten so den Mangel an eigenen Objektiven ausgleichen, daneben lieferten Firmen wie Nikon geeignete Objektive. Zunow hatte etwa als Objektivbauer einen guten Ruf, aber für die eigene SLR orderten sie stilgerecht ein Normalobjektiv von Nikon – und bekamen es auch. So hielten es auch andere Fabrikanten.
    
Was fehlte, war eine Kamera, die in sich alle die geschilderten Fortschritte der Entwicklung vereinigte – und die Nippon Kogaku K. K. beschloss, diese Kamera zu bauen.

Vorerst wurde jedoch die Nikon S 2 grundlegend neu überarbeitet. Was herauskam, war die Nikon SP, die nach meiner bescheidenen Meinung schönste Kleinbildkamera überhaupt, jedenfalls aber der Höhepunkt aller Sucherkameras, die Nikon gebaut hatte und noch bauen sollte.

Nikon F:

 


    
Gleichzeitig mit der Entwicklung der SP begann die Firma mit der Entwicklung einer einäugigen Spiegelreflexkamera, im folgenden Text wie schon bisher von mir jeweils als SLR bezeichnet. Wie ausgeführt, wurden in den Jahren vorher von der Konkurrenz einzelne  technische Aspekte einer solchen SLR geschaffen. Die Nikon Kogaku K. K. wollte indessen eine SLR konstruieren, welche alle diese Eigenschaften und noch mehr in einem Modell kombinierte.
    
Zunächst hatten offenkundig die Kaufleute das Sagen. Sie forderten eine – so weit technisch machbar – weitgehende Übereinstimmung der neuen SLR mit der gleichzeitig entwickelten Nikon SP, ein verständlicher Wunsch, um Entwicklungskosten einzusparen. Er wird noch verständlicher, hält man sich vor Augen, dass die Nikon Kogaku K. K. im Jahre 1957 ja durchaus nicht die Weltfirma gewesen ist, die sie heute darstellt, mit einem Marktanteil von ungefähr 20% bei den hochwertigen SLR. Vielmehr war die Nikon Kogaku K. K. eine Firma, die bisher insgesamt bloß ein paar tausend Kameras hergestellt hatte, nicht wenig für japanische Verhältnisse, wo Serien mit vielleicht 500 Stück durchaus üblich waren.
    
Dem Wunsch der kaufmännischen Abteilung wurde von den Konstrukteuren weitgehend entsprochen. Stellt man eine SP neben eine Nikon F, sieht man schon von außen deutlich die Übereinstimmung wesentlicher Konstruktionselemente. Das Verschlusszeitenrad, der Auslöser mit dem charakteristischen Kragen, der Transporthebel sehen sich nicht nur ähnlich, sie sind identisch. Dem entspricht der Mechanismus im Inneren, der identisch ist. Wenn dies nicht zutraf, wurde die SP mit Erscheinen der SLR umkonstruiert. So weisen alle Nikon F von Anfang einen Schlitzverschluss aus Titanfolie auf; ab der Produktionsaufnahme der Nikon F wurde auch die Nikon SP mit einem solchen Verschluss ausgestattet. Die beiden Modelle unterscheiden sich indessen insofern, als das Spiegelreflexgehäuse zu groß war und die Nikon F dadurch ein wenig länger wurde als die Nikon SP. 

Nur am Rande: im Hinblick auf die Übereinstimmung wesentlicher Baugruppen passen daher Ersatzteile für die Nikon F vielfach auch an die viel seltenere Nikon SP, was Reparaturen wesentlich erleichtert, auch heute noch, weil die Originalersatzteile, wenn überhaupt, dann nur mehr schwer erhältlich sind und bei Reparaturen einer SP gelegentlich eine Nikon F ausgeweidet werden muss.
   
Was sind nun die wesentlichen Eigenschaften, die zusammengenommen die Nikon F zu einer Kamera machen, welche die Entwicklung der SLR und damit der Fotoindustrie veränderte:

  • Die Nikon F war modular aufgebaut: Suchereinsätze, Objektive, die Rückwand, die Mattscheiben waren austauschbar.
  • Die Nikon F bot vom ersten Tag an die Möglichkeit, mindestens 6 speziell konstruierte Wechselobjektive unterschiedlicher Brennweite, vom Nikkor 4/21mm bis zum 3,5/135 mm, anzuschließen. Dazu kamen die langbrennweitigen Objektive, die an der Nikon SP mit Reflexsucher verwendet werden konnten, diesen aber bei der Nikon F naturgemäß nicht brauchten, dafür ein geeignetes Distanzstück. Dieses Anbot wurde rasch ausgeweitet, zeitweise wurden zur Nikon F über 40 Originalobjektive angeboten (in den letzten Jahren waren zeitweise bis zu 90 verschiedene Objektive  von Nikon für die SLRs erhältlich, Objektive mit und ohne AF zusammengerechnet).
Bedingt durch das modulare Bausystem waren zur Nikon F vom ersten bis zum letzten Tag außer dem Prismensucher auch andere Sucheraufsätze erhältlich - für allgemeine Zwecke waren aber nur die Prismenaufsätze mit und ohne Belichtungsmesser begehrt. Die ab März 1959 erhältliche eigentliche Nikon F ohne Zusatz zum Modellnamen (wie oben abgebildet) mit Prismensucher wurde von Anfang an  mit einem aufsteckbaren Selenbelichtungsmesser geliefert worden, den es in kurzer Zeit in drei Varianten gab. 

Von April 1960 an (bis Juli 1965) wurde für die Nikon F ein statt Lichtschacht oder Prismensucher aufsetzbarer Prismensucher  mit außen liegender CdS-Meßzelle angeboten, den es in 2 Ausführungen gab (abgebildet ist die 1. Ausführung) und mit dem die Nikon F das vertraute Aussehen mit dem übergroßen Sucherprisma samt Belichtungsmesser erhielt. In dieser Ausstattung heißt die Kamera Nikon F Photomic. 

 

Von August 1965 bis Mai 1967 war dann die Nikon F Photomic T erhältlich, mit TTL-Innenmessung (Ganzfeldmessung), von Juni 1967 schließlich bis Juli 1968 die Nikon F Photomic Tn  mit mittenbetonter Belichtungsmessung. Dies war die 1. Nikon mit der von Nikon gleichsam als Standard verwendeten mittenbetonten Messung, bei der der zentrale Teil des Bildes bei der Messung wesentlich stärker gewichtet wird als die Ränder des Bildes - ausgehend von der Regel, dass das bildwichtige Motiv in der Mitte des Sucherbildes angeordnet wird. Diese Art der Messung bietet eine größere Genauigkeit der Belichtungsmessung als die Ganzfeldmessung des Photomic T.

Ab September 1968 bis Mai 1967 wurde dann die Nikon F Photomic FTN   gebaut, mit dem modernsten Aufsatz: mittenbetonte Messung, neue Befestigung am Gehäuse und automatischer Eingabe der größten Öffnung des jeweils verwendeten Objektivs. So richtig "automatisch" war dies freilich nicht, aber dennoch ein großer Fortschritt gegenüber Photomic, Photomic T und Tn.

Wie wurde bei diesen Modellen der Belichtungsmesser auf die größte Öffnung der jeweils verwendeten Objektive abgeglichen?

Kompliziert. Der entsprechende ASA-Wert auf der Oberseite des Zeitenknopfes wurde mit den beiden nach oben ragenden Stiften so lange gedreht, bis die richtige ASA-Zahl dem auf der Außenseite des Zeitenknopfes eingefrästen passenden Blendenzahl gegenüber stand, Hatte das neu eingesetzte Wechselobjektiv eine abweichende größte Blende, musste der Vorgang wiederholt werden, z. B., wenn ein Nikkor S 1,4/50 gegen das Nikkor Q 4/200 ausgewechselt wurde. Vergaß man in der Eile auf diesen Vorgang, wurden die Aufnahmen falsch belichtet.

Mit dem Photomic FTN (und auch mit allen anderen Aufsätzen und Kameras bis zu den Modellen für AI-Objektive) wurde nach dem Ansetzen des neuen Objektivs die Blende einmal auf die größte und auf die kleinste Blende gedreht - damit war der Blendenbereich erfasst. Diese manchmal spöttisch als "Ritsch-Ratsch-Bewegung" bei jedem Objektivwechsel war ein Charakteristikum für Nikon-Kameras mit Belichtungsmessung für viele Jahre.

Die Nikon F war ferner die erste SLR, an die problemlos ein elektrisch angetriebener Motorantrieb angesetzt werden konnte, mehr noch, sie war die erste Kamera, die für die Belastungen des motorischen Antriebs ausgelegt war. Dass dieser Motor klein und handlich war, nur am Rande. Die Nikon F war nicht die erste SLR mit Motorantrieb auf dem Markt, es gab andere Kameras, etwa die Alpa 11 si, an welche ein mehr oder weniger unförmiger Motor angebaut werden konnte. Der abgebildete Nikon-Motor S 36 war eine so gelungene Konstruktion, dass andere Firmen die Entwicklung von Motoren für ihre Kameras aufgaben. So war für die gleichzeitig mit der Nikon F in den USA gezeigte Minolta SR-2 ein Motor vorgesehen, der nicht mehr weiterentwickelt wurde. Der Vorsprung der Nikon Kogaku K. K. war einfach zu groß, der Markt stürzte sich zu gierig auf die Nikon F.

  • Die Nikon F war auch die erste SLR mit 100%-Sucher. Was im Sucher sichtbar ist, kommt aufs Negativ. Auch heute zeigen fast alle SLRs nur 95-97% des Bildes im Sucher an, manche noch weniger.

Die Nikon F war jedenfalls die erste japanische SLR mit arretierbarem Spiegel, um Verwacklungen bei Langzeiten zu verhindern und um ferner mit dem Motor eine Bildfrequenz bis zu 4 Bildern/sec zu erreichen, aber auch, um extreme WW-Objektive wie das 4/21mm anschließen zu können, dessen Tubus den Spiegel beschädigt hätte – und umgekehrt.  Erst später wurden solche Objektive von Nikon als Retrofokus-Konstruktionen ausgelegt, wodurch sie ohne Probleme an SLR ohne Arretierungsmöglichkeit des Spiegels angeschlossen werden konnten. Diese Konstruktionen, die sich heute weitestgehend bei Weitwinkelobjektiven für SLRs durchgesetzt haben, beruhen übrigens auf einer Entwicklung von Angenieux für die Alpa-Kameras.

Die Nikon F war auch die erste japanische SLR mit einem Magazin für 250 Bilder. Damit konnte allerdings die Fa. Leitz bei einer Sucherkamera schon vor dem II. Weltkrieg aufwarten und die wohl erste SLR mit einem solchen Langmagazin war die ostdeutsche Praktina, die allerdings auf Grund von Qualitätsmängeln kein Erfolg wurde.

 

Zur Fortsetzung des Beitrags über die Nikon F

 
© Peter Lausch
Zuletzt bearbeitet: 7. Juli 2005
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