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Einleitung und  wichtige Hinweise

1. Teil
Anfänge

2. Teil
Nikon M  Nikon S, Nikon S2

3. Teil
Nikon SP

4. Teil
Nikon F

5. Teil
Nikkorex

6. Teil
Nikon F2

7. Teil
Nikkormat

8. Teil
Nikon FM

9. Teil
Nikon F3

10. Teil
Nikon FM2

11. Teil
Nikon F-301

12. Teil
Nikon F4

13. Teil
Nikon F90

14. Teil
Nikon F5

15. Teil
Nikon F100, D1 F80 und F65
 

16. Teil
Ausblick

Literatur zur Nikon

Anhang:
Nikon Digital für
Profis

Nikon 
D1X

Motoren

Belichtung
bei den SLR

 Leica-Story

 

 

16. Teil: Die Zukunft

Ich bin ein schlechter Prophet.

Doch im Sinne eines von mir verwurstelten schönen Satzes von Schopenhauer könnte man sagen: Willst Du in die Zukunft sehen, blick' in der Gegenwart nach allen Seiten.

Blicken wir doch auf eine Nikon F100 oder Nikon F5 und vergleichen wir ihr Innenleben mit dem einer, sagen wir, Nikon F. aus dem Jahre 1959. Damals bestand eine Spitzenkamera aus einer mehr oder minder großen Anzahl von mechanischen Bestandteilen, Hebeln, Zahnrädern, Schrauben; bei der Nikon F (ohne Photomic) waren es an die eintausend Teile. Bei der Nikkormat FTn waren es bloß 750, aber auch nur, weil der Verschluss von Copal als fertige Einheit zugekauft wurde. Bei der Nikon F 2 waren es schon an die 1500 Bestandteile, die man sozusagen nebeneinander auf einen Tisch legen konnte und die, richtig zusammengesetzt, eine funktionsfähige Kamera ergaben.

So wie bei Nikon war es auch bei anderen Firmen: eine Alpa 11si bestand aus beinahe 900 voneinander verschiedenen Bauteilen - man sagt, keine der verwendeten Schrauben war gleich. 

Bis 2004 waren F5 und F100 die Spitzenmodelle unter den Film-SLRs von Nikon; Inzwischen ist die F5 durch die neue Nikon F6 ersetzt worden.

Auch 2005 wird somit das Bild in einer F100 bzw. F5 (und allen anderen hochwertigen und weniger hochwertigen Film-SLRs verschiedenster Hersteller und einer geradezu unübersehbaren Zahl von AF-Sucherkameras etc.) noch immer auf einen fotochemischen Film aufgezeichnet. Schaut man nicht genau, schauen F100 oder F5 nicht so viel anders aus als die Nikon F von 1959 (und auch dies gilt sinngemäß für die meisten anderen SLRs für Silberhalogenid-Film).

Das Innenleben einer F5 oder F100 besteht jedoch aus so vielen elektronischen Bauteilen, dass es nicht ganz falsch wäre, zu sagen, beide Kameras (und die vergleichbaren Kameras der Konkurrenz natürlich auch) seien spezialisierte Computer, mit denen man ausschließlich Bilder aufzeichnen kann, heutzutage noch auf (altmodischem?) Film, morgen schon auf einen Chip. Dieser Schritt erscheint unausweichlich. Fraglich ist nur, wie lange die Kameras für Film ein Nischendasein führen werden, abhängig davon, dass es Firmen gibt, die mit dem Vertrieb von Filmmaterial genug Geld verdienen, um die Produktion aufrecht zu erhalten. Dass Kodak einzelne Filme seines Sortiments aufgegeben hat oder in nächster Zukunft aufgeben wird, ist charakteristisch für diese Entwicklung. Dass Ilford nur knapp dem Konkurs entgangen ist und Agfa am Ende ist, zeigt deutlich die dramatischen Veränderungen des Marktes. Manche hoffen, dass andere, kleinere Hersteller auch weiterhin Filme anbieten werden, wenn sich die Großen anderen Betätigungsfeldern mit höheren Gewinnaussichten zuwenden, das hoffen manche. Ob es so kommt, steht in den Sternen.

Scheinbar ist auch die Funktion der Hebel und Einstellräder an einer modernen SLR für Kleinbildfilme nicht wirklich verschieden von den Bedienungselementen einer Nikon F; was aber bei der Nikon F mechanische Bauteile bewegte, schaltet heutzutage Schaltkreise ein und aus. Sensoren und Prozessoren haben in modernen Kameras eine unverzichtbare Rolle übernommen. Sie scheinen, im Vergleich mit dem Personalcomputer, der auf unseren Schreibtischen steht, nicht sehr eindrucksvoll: 16-bit Prozessor mit 20 MHz, 128 KB ROM und 4 KB RAM. Einen zweiten Prozessor gibt es auch in der F100: auch dessen Daten sind nicht eindrucksvoll: 8-bit Prozessor mit 4 MHz Taktfrequenz, 16 KB ROM und 512 Byte RAM.

In meinem und in Ihrem PC dienen Prozessor und Speicherchips allen möglichen Zwecken: von der Bildbearbeitung bis zur Verwaltung Ihrer Schallplattensammlung; ach ja, Tabellen wollen Sie ja auch entwerfen, Briefe schreiben, das Internet nutzen, Musik auf CD brennen. Der PC muss alles können und seine vielfältigen Möglichkeiten werden meist nicht ausgereizt. 

Die kleinen, vergleichsweise leistungsschwachen Prozessoren   in den Kameras sind hingegen auf ganz bestimmte Aufgaben getrimmt; nur diese beherrschen sie, andere brauchen sie aber gar nicht zu beherrschen, denn andere Aufgabenkommen nicht vor.

Und: Ihre Kamera ist wesentlich kleiner als Ihr PC. In allen modernen Kameras (von den rein mechanischen abgesehen) muss daher von den Konstrukteuren vorerst einmal das Platzproblem gelöst werden. Sehen Sie sich doch die Schnittzeichnungen einer heutigen SLR an, und Sie werden sehen, dass sozusagen in jeden noch so kleinen Hohlraum elektronische Bestandteile eingepfercht sind. Dazu braucht es hochflexible Platinen, die bei der Montage vielfach gefaltet werden müssen, um auch die kleinste Lücke nützen zu können. Und selbst bei scheinbar typischen mechanischen Kameras ohne AF, ohne spezielle Belichtungsprogramme und ohne eingebauten Motor ist es nicht anders: Sehen Sie sich doch die Leica M6 an: wer eine mechanische Kamera mit der Elektronik für die TTL-Messung füllen will, dem bleibt kein Platz mehr für den altmodischen mechanischen Selbstauslöser. Daher hat die Leica seit Jahrzehnten keinen Selbstauslöser. Brauchen Sie ja auch wirklich nicht. Wollen Sie selbst auch mit aufs Bild, geben Sie einem Passanten Ihre teure Kamera und bitten Sie ihn, Sie zu knipsen – sinnvoller Weise aber nicht in Bogota, Mexico City etc.

Alles mögliche schalten wir ein, sobald wir auf den Auslöser der Kamera drücken – auch der ist bei modernen Kameras ein elektrischer Schalter und nicht mehr ein Stift, der einen Hebel bewegt. Es beginnt ein komplexer Vorgang: elektrischer Strom fließt, Schaltelemente messen das durchs Objektiv fallende Licht, Schaltungen leiten elektrische Ströme verschiedener Stärke weiter, ein Sensor oder mehrere misst Helligkeitskontraste und verstellt mittels kleiner Steuermotoren in der Kamera oder im Objektiv selbst das Objektiv, bis die Sensoren korrekte Werte messen, aber nicht bloß einmal, sondern zwischen leichtem Druck auf den Auslöser und verstärktem Druck kontinuierlich (Schärfenachführung), bis die Aufnahme erfolgt. Aber nicht nur die Schärfe wird mittels Schaltkreisen eingestellt, auch die Belichtung, wobei gelegentlich in die Speicher die Ergebnisse von Tausenden Bildern eingespeichert sind, um die unterschiedliche Helligkeitsverteilung im Motiv zu berücksichtigen (der Himmel ist meist heller als der Vordergrund, der Himmel ist bei Querformataufnahmen oben und nicht unten etc.). Und wenn der Fotograf den Schalter in die Endstellung bringt, was besorgt da nicht die Elektronik alles! Der Spiegel klappt nach oben, gesteuert von einer Elektronik, die ihn vor dem Anschlag abbremst, um das Verwackeln der Aufnahme durch den Spiegelschlag zu verhindern. Die Blende schließt sich auf den vorgegebenen Wert, das Messsystem für die Belichtung misst das einfallende Licht und schließt den Verschluss, nachdem der Sollwert erreicht ist, die Blende öffnet sich wiederum, der Spiegel klappt hoch, der Film wird transportiert – das alles bis zu 8x in der Sekunde, denn so schnell sind moderne motorisierte Antriebe. 

Und wenn ich Sie langweilen wollte, all diese Vorgänge bei einer einzigen Aufnahme könnten wir in noch viel mehr Einzelschritte zerlegen.

Mit anderen Worten: wir haben weithin perfekte Aufnahmegeräte; Fehler passieren immer noch, unscharfe und verwackelte Bilder sind nicht ausgeschlossen, leider. Aber heutzutage sind die meisten falsch belichteten Bilder nicht deswegen falsch belichtet, weil die Kamera überfordert war (sehen wir von den Einwegkameras etc. einmal ab), sondern weil der Fotograf seinen Kamera-Computer übertölpeln wollte, statt das Produkt zu akzeptieren, das der Computer von sich aus anbot. Manch einer soll auch schon schief in den Sucher geblickt haben und dann fehlte beim gotischen Dom die Kirchturmspitze oder bei der Tante Uschi die Haarpracht, auf die sie doch so viel Geld verwendet hatte.

Was soll man da verbessern?

Ich denke seit Jahren, der Siegeszug der digitalen Bildaufzeichnung ist nicht aufzuhalten.

Die Firmen hängen es bloß nicht an die große Glocke, aber mindestens schon seit 2003 sind Nikon (und Canon) primär Produzenten digitaler Kameras. Mehr als 80 Prozent ihrer Umsätze macht jede der beiden Firmen mit Digitalkameras, seien es digitale Sucherkameras, seien es digitale SLR. Nikon hat - übers ganze Jahr gerechnet - etwa 1/4 weniger Film-SLRs verkauft (das Tempo dieses Schrumpfungsprozesses beschleunigt sich!). Man braucht wirklich kein Prophet zu sein, um heute schon zu sagen, dass in absehbarer Zeit z. B. Nikon (und eine Anzahl anderer Produzenten auch) die Weiterentwicklung von Film-Kameras einstellen wird (und bald danach die Erzeugung). Schon heute sieht man kaum mehr neue Modelle von AF-Sucherkameras in den Auslagen - und wenn, dann hat man an vorhandenen Modellen kosmetische Änderungen vorgenommen und neue Modellbezeichnungen erfunden. Das hochgejubelte APS-Format ist überhaupt gestorben, ehe es richtig zum Leben erwachte.

Und das alles, obgleich die Aufnahmen mit einer einfachen Sucherkamera, die vielleicht ein Drittel oder die Hälfte einer mittelprächtigen Digital-Sucherkamera kostet, noch immer um ein Haus schärfer und detailreicher sind und klaglos auf 40x50 cm vergrößert werden können.

Vergleichsweise teuer sind sie halt, die Digitalkameras, viel teurer als die gängigen AF-Sucherkameras für herkömmlichen Film. Aber das ändert sich - die neuen Modelle mit mehr Möglichkeiten und besseren Ergebnissen werden preiswerter oder wenigstens nicht teurer. Mit der Digitalkamera erhält man auch keine besseren Ergebnisse. Probieren Sie doch einmal, die Bilddatei Ihrer Digitalkamera auf 40x50 cm vergrößern zu lassen. 

Aber, frage ich, wer vergrößert seine Aufnahmen so stark? Wohin denn mit den Vergrößerungen?

Bei den digitalen SLRs war Nikon einige Zeit Marktführerin.   Canon und Fuji haben allerdings rasch aufgeholt und Canon hat im Herbst Nikon mit der Eos 300D sozusagen auf dem falschen Fuß erwischt. Nikon wird den Preis der D100 senken müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Seit Frühjahr 2004 gibt es eine preiswertere Variante der D100, die D70, mit der man - freilich ein halbes Jahr später - mit Canon mindestens gleichgezogen hat. Aber auch bei Canon bleibt die Entwicklung nicht stehen, bei der Photokina 2004 wurde die EOS 20D präsentiert und inzwischen auch eine Nachfolgerin fürs Volksmodell EOS 300D. Inzwischen ist auch die D70 durch leicht geänderte Modelle ersetzt worden - nur die Nikon D100 wird nach wie vor angeboten, aber anscheinend wenig gekauft. Ob sie noch erzeugt wird oder ob lediglich Lagerbestände verscherbelt werden, ist ein gut gehütetes Geheimnis. Und bei den Profikameras von Nikon werden ebenfalls neue Modelle verkauft, die D2X und die D2H.

So wird es wohl weitergehen.

Auf dem Massenmarkt ist, wie gesagt, die Ablösung der Film-Kameras durch digitale Amateurkameras bereits erfolgt.. Wer sich, wie ohnehin 90% der Verbraucher, mit 9x12 oder 10x15 cm großen Bildern zufrieden gibt, dem liefert eine 2 MB-Digitalkamera ausreichende Qualität, von den derzeit erhältlichen 5 und 8 MB-Kameras nicht zu reden. Deshalb zeichnen sich derzeit als Einstiegslevel Kameras mit 3,3 MB ab, alles darunter sind Auslaufmodelle.  

Das Ende einzelner traditioneller Kamerafirmen kann, muss es aber nicht bedeuten, so sie sich rechtzeitig umstellen. Manche werden das nicht schaffen. Konica ist letztlich gescheitert mit ihren eigenständigen Kameras, Kyocera scheitert soeben. Auch angesehene deutsche Firmen werden nicht überleben - ersparen Sie mir Namensnennungen. Von anderswoher irgendetwas zuzukaufen, das Gehäuse ein wenig zu ändern, dafür aber teurer zu verkaufen, wird spätestens dann nicht mehr reichen, wenn der Markt nicht mehr so rasant wächst wie etwa von 2003 auf 2004. Das wird in einigen Jahren der Fall sein. Ohnehin verkaufen heute insgesamt fünf Firmen 70% aller Digitalkameras, nämlich Canon, Sony, Olympus, Kodak und Fuji. Alle anderen sind nur mehr Mitläufer, die in einem expandierenden Markt gerade noch überleben können. Dass darunter so angesehene Firmen sind wie Rollei, Sanyo, Pentax und Leica, nur am Rande. 

Bloß: den Markt der Bildaufzeichnungsgeräte werden sich die Kameraerzeuger mit Firmen teilen müssen, die aus anderen Bereichen der Unterhaltungselektronik auf diesen Markt drängen, wie etwa Sony.

Insofern sind die hochwertigen Film-SLRs bereits jetzt Nischenkameras; übrigens waren in den letzten Jahren bei den Film-Kleinbildkameras mehr als 90 Prozent AF-Sucherkameras. 

Zahlen gefällig?

2004 hatten Digitalkameras in Deutschland einen Wertanteil von 94%; 2004 waren nur 17% der verkauften Diigtal-SLRs analoge Modelle, 83% digitale Kameras. Der Wert der verkauften Geräte ist 2004 gegen dem Vorjahr um 35% auf 330 Mio Euro gestiegen. Boomartig" steigt zurzeit der Absatz von digitalen Spiegelreflexkameras. Hier beträgt der Halbjahreszuwachs 2005 knapp 150 Prozent. 2004 sind insgesamt rund 140.000 digitale Spiegelreflexkameras in Deutschland abgesetzt worden.  Gleichzeitig fiel 2004 gegenüber 2003 der Wert der verkauften Filme aller Art gegenüber um 25% auf 330 Mio Euro. (Quelle: www.photoindustrie_verband.de)

So wie es aber immer noch Leute gibt, die sich mit ihren Füßen fortbewegen oder auf dem Rücken von Pferden, wird es auch in absehbarer Zukunft Leute geben, die mit einem Stück Feinmechanik aus Messing, Aluminium, Stahl und seltenen Erden auf fotochemischen Film Aufnahmen machen wollen. Leute auch, die auf diese Weise beweisen wollen, dass ja nicht das Stück Mechanik oder die elektronisch gesteuerte Kamera ein gutes Bild erzeugen, sondern der Mensch, der durch den Sucher der Kamera blickt und im richtigen Augenblick den Auslöser drückt.

Und auch in Zukunft wird es schließlich Leute geben, denen in Wahrheit ja nicht die Aufnahme etwas bedeutet, sondern das klaglose Funktionieren ihres teuren Stücks Feinmechanik.

Wenn Sie mir bis hierher gefolgt sind, frage ich Sie: tun wir das - mehr oder minder - nicht auch schon heute? Warum sollten wir denn sonst unbedingt mit einer dreißig oder vierzig Jahre alten Kamera wie der Nikon F recht unbequem, seien wir ehrlich, eine Aufnahme machen wollen, die wir mit einer AF-Sucherkamera aus Plastik (pfui!) oder mit einer hochmodischen Digitalkamera schneller und ohne Nachdenken auch machen könnten?

Ich jedenfalls erfreue mich (ganz offen gesagt) auch am bloßen Funktionieren meiner alten Nikon F. Sie hoffentlich auch an ihrer F, F2 etc. Sollten Sie aber eine gut erhaltene Nikon SP besitzen, ganz ehrlich: ich beneide Sie von Herzen.

Noch ist nicht aller Tage Abend: Manche möchten eine Renaissance der Sucherkamera mit Wechselobjektiv herbeireden und manche Firmen machen mit solchen auch Geschäfte. Ob   Cosina (Letztere unter dem Label Voigtländer)  viel Geld verdient, bleibe dahingestellt, aber der Entwicklungsaufwand für diese Nischenmodelle ist ja letztlich nicht sehr hoch. Konica jedenfalls ist mit der (längst nicht mehr erzeugten) Hexar RF  auf die sprichwörtliche Nase gefallen.

Ich denke, es sind Nischenkameras, an denen man, wie Cosina und mit viel Glück in Zukunft vielleicht auch wieder einmal Leica, durchaus verdienen kann

Eine Nikon F6 für Kleinbildfilm wird es daher nicht mehr geben, habe ich hier zuletzt noch im Dezember 2003 geschrieben. Es ist ein Jammer mit den Propheten - nicht zuletzt deshalb sind ihre Jeremiaden seit den Zeiten des Alten Testaments so beliebt.

Ende September 2004 wurde bekannt, dass Nikon eine solche F6 tatsächlich auf den Markt bringt. Offenbar sieht man bei Nikon die Möglichkeit, auch weiterhin mit einer Profikamera für Silberhalogenidfilm Geld verdienen zu können.

Dazu kommt aber, dass der Entwicklungsaufwand für diese neue Kamera so groß nicht gewesen sein dürfte. Denn im Hause Nikon sind ja alle die Neuerungen, die in die F6 eingebaut werden sollen, ja ohnehin vorhanden, nicht zuletzt wurden sie für die Nikon D2X entwickelt, vom noch genaueren Verschluss über die bessere Belichtungs- und Entfernungsmessung bis zum verbesserten System für die Blitzbelichtungsmessung. Insofern war die Nikon F5 nicht mehr ein absolutes Spitzenprodukt. Nunmehr produziert Nikon wiederum ein entsprechendes Spitzenmodell. Das Bessere ist der Feind des Guten.

*

Wollen Sie weiterlesen? Leider, außer dem Anhang über digitale Kameras von Nikon und solche von Kodak auf der Basis von Nikons F4, F90 bzw. F5 gibt es von mir nichts mehr über Nikon auf diesem Gebiet.

Über einzelne Kameras von Nikon und von anderen Firmen habe ich ausführliche bewertende Beschreibungen produziert; was es gibt, finden Sie auf einer anderen Website von mir.

Aber vielleicht sind Sie schon jetzt auf den Geschmack gekommen und ich habe in Ihnen das Interesse an der Geschichte der Fotografie und der Apparate geweckt, mit denen die Fotos gemacht werden.

So interessant wie die Geschichte der Nikon Corp. ist sicherlich auch die Geschichte der heutigen Leica AG und der übrigen Firmen des Weltmarktes. In der Art der Nikon-Story gibt es von mir auch eine Leica-Story. Und demnächst auch eine - ausführliche -  Contax-Story (Kurzfassung schon jetzt!).

Noch interessanter als die Geschichte der großen Firmen ist vielleicht die Geschichte der kleinen Kamerabauer, die irgendwann gescheitert sind und deren Produkte dennoch auch heute noch gebraucht in den Auslagen der Geschäfte zu sehen sind. Viele dieser Geschichten sind noch nicht geschrieben, andere existieren, nur nicht im Internet.  Im Internet finden Sie alles Mögliche, nur müssen Sie suchen. Probieren Sie es doch. Ich habe es auf meinem beschränkten Gebiet auch getan, der vorstehende Bericht und die Links zeugen davon.

Viel Glück bei der Suche und: Gut Licht!

 

Zuletzt bearbeitet: 7. Juli 2005
© 2005 / Peter Lausch
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