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9. Teil: Nikon F3
1980,
neun Jahre nach ihrer Markteinführung
ersetzte die Nippon Kogaku K. K. die Nikon F2 durch das neue Modell Nikon
F3.
In diesen 9 Jahren hatten sich die Vorstellungen von einer Profikamera
wesentlich geändert. Diesen Änderungen galt es Rechnung zu tragen.
Die Entwicklung der Nachfolgerin der
Nikon F2 begann bereits 1974. Aus dieser Zeit hat sich ein Prototyp
erhalten, der in der äußeren Form der F2 sehr ähnlich schaut. Der
Belichtungsmesseraufsatz schaut zwar nicht viel anders aus, aber die
Zeitenskala auf diesem Aufsatz reicht von 8 Sekunden bis 1/2000 Sekunde
und enthält außerdem ein <A> für <Zeitautomatik>. Aus der äußeren Form
ergibt sich, dass bei diesem Prototypen entsprechend der Konstruktion der
Photomic-Sucher zur Nikon F und F2 der Belichtungsmesser nach wie vor im
Sucheraufsatz untergebracht war.
In der Zwischenzeit hatte die Konkurrenz
freilich nicht geschlafen.
Die Olympus OM-2 besaß ein damals
revolutionäres System der Belichtungsmessung: mittels einer im
Kameragehäuse eingebauter Belichtungsmessung wurde die richtige Belichtung
an Hand der Lichtreflexion auf dem Verschlusstuch vorherbestimmt und
während der Belichtung durch Messung auf der Filmoberfläche festgelegt.
Gleichsam nebenbei wurde dadurch auch die Blitzbelichtungsmessung durchs
Objektiv möglich - damals revolutionär, heute Standard, so ändern sich die
Zeiten). Olympus hatte das grundlegende Patent übrigens von Minolta in
Lizenz erworben, von Minolta selbst wurde es erst für die spätere Minolta
CLE (eine elektronisch gesteuerte Sucherkamera mit Blitzbelichtungsmessung
durchs Objektiv und einer Objektivfassung für Objektive mit Leica
M-Bajonett ausgenützt). Und die Canon F-1 ermöglichte 1981 erstmals 3
Belichtungsmessmethoden, zwei Spotmessungen 3 bzw. 12% und eine
mittenbetonte Messung.
Das Hauptproblem, das gelöst werden
musste, um erfolgreich Zeit- oder Blendenautomatik in eine Kamera
einzubauen, war indes die Kupplung der Blendeneinstellung mit dem
Messsystem der Kamera. Hier erwies sich, dass eine neue Steuerungsmethode
notwendig war. Nikon löste dieses Problem - unter Beibehaltung des
Objektivbajonetts - mit der Einführung der AI-Objektive (Automatic
Aperture Indexing).
Dabei ging die Firma 2 verschiedene Wege:
einerseits wurden für die Nikon F2 zwei neue
Belichtungsmsesser-Sucheraufsätze DP-11 und DP-12 angeboten, mit
traditioneller Anzeige mit einer Nadel der DP-11, der DP-12 hingegen ohne
bewegliche Teile mit Leuchtiodenanzeige. Andereerseits wurden 1977 zwei
neue Modelle der Nikkormatreihe für die Verwendung von AI-Objektiven auf
den Markt gebracht, die Nikkormat FT-3 mit mechanisch gesteuertem
Verschluss und die Nikon EL2 mit elektronischer Verschlusssteuerung. Ihnen
folgte (ebenfalls 1977) eine im Vergleich wesentlich kompaktere Nikon FM:
an allen drei Kameras konnten die bisherigen Objektive (mit
<Belichtungsmessergabel> weiterhin verwendet werden, von denen aber die
meisten gegen geringes Entgelt auch auf AI umgebaut werden konnten.
Damit waren die technischen
Voraussetzungen geschaffen, die Nikon-Objektive mit
Belichtungsmautomatiken problemlos und bequem zu verwenden.
Zusätzlich ist zu einem schwer
feststellbaren Zeitpunkt die Entscheidung gefallen, das Messsystem für die
Belichtung in das Kameragehäuse zu integrieren. Das hat u. a. zur Folge,
dass dieses Messsystem immer zur Verfügung steht, gleichgültig, welcher
Sucheraufsatz gewählt wird. Ermöglicht wird dies durch eine große Anzahl
von kleinen (mit bloßem Auge unsichtbaren) Löchern im Schwingspiegel der
Kamera. Das Licht, das durch diese Löcher fällt, trifft auf einen am
Schwingspiegel angelenkten kleinen Spiegel und wird dort vom Messsystem
gemessen. Die Messung erfolgt mittenbetont,
allerdings mit einer gegenüber der üblichen Aufteilung höheren Gewichtung
des zentralen 12 mm großen Kreises
in der Mattscheibe (80%). Durch die Belichtungsmessung im Gehäuse wurde erstmals
bei Nikon auch die TTL-Blitzmessung möglich.
Darin lag die wirkliche Ursache, dass die F3 schon äußerlich anders
aussieht als die F2. Die F2 schaut von oben betrachtet, mit aufgesetztem
Sucherprisma (ohne Belichtungsmesser) kaum anders aus als die Nikon F mit
Sucherprisma. Wer eine F3 daneben stellt, merkt den Unterschied zur
Vorgängerin F2 und zur Nikon F in aller Deutlichkeit.
Zwar befindet sich der Verschlusszeitenknopf nach wie vor rechts vom
Sucher, der Auslöser sitzt jedoch auf der Achse des Schnellschalthebels.
Der Auslöser wirkt nicht mehr über ein Hebelwerk auf den
Verschlussmechanismus, er ist ein elektrischer Schalter. Bei leichtem
Druck schaltet er die Belichtungsmessung ein (vorausgesetzt, ein kleiner
Hebel vor dem Schnelltransporthebel hat das Messsystem aus dem Ruhezustand
erweckt) das sich 16 Sekunden nach dem Druck ausschaltet, eine zusätzliche
Sicherung vor unnötigem Stromverbrauch. Auch der Selbstauslöser wird
elektrisch gesteuert. Der Rückspulknopf ist von einer
Filmempfindlichkeitsskala umgeben sowie der Einstellung der
Korrekturfaktoren für die Belichtungsmessung.
Über den Rückspulknopf wird der Zubehörschuh geschoben, der mittels
zusätzlicher Kontakte spezielle Blitzgeräte mit der Kamera elektrisch und
mechanisch verbindet. Das Ganze funktioniert einwandfrei. Lange Jahre
hindurch musste bei den üblichen Zubehörschuhen von Nikon vor dem
Filmwechsel immer erst der Zubehörschuh abgenommen werden, sonst kam man
nicht an den Rückspulknopf heran. Erst ein später herausgebrachter
Zubehörschuh (AR-2) ermöglichte die Filmrückspulung auch bei aufgesetztem
Zubehörschuh; damals war allerdings kein rechter Bedarf mehr daran
vorhanden, denn die F3 wurde überwiegend mit dem Motor MD-4 (max. 6
Bilder/s) samt Akku MN-2 betrieben. Warum wurde der Sucherschuh nicht auf
den Prismensuchern vorgesehen? Die Sucher zur F3 sind, so wie bei Nikon F
und F2, abnehmbar. Nippon Kogaku zweifelte an der Stabilität der
Sucheraufsätze, falls man auf einem integrierten Zubehörschuh ein schweres
Blitzgerät befestigt hätte.
Die wichtigsten neuen Merkmale sind von außen gar nicht sichtbar.
Wurde der Verschluss der F2 noch mechanisch gesteuert, hat die F3 einen
elektronisch gesteuerten Verschluss erhalten. Damit werden auch lange
Verschlusszeiten über 1s einwandfrei steuerbar. Daher reichen die
Verschlusszeiten von 8s bis 1/2000s. Die kürzeste Synchronzeit beträgt
1/80s, dabei ist jedoch keine Messung der Belichtung mehr möglich, nach
heutigen Begriffen eine Schwäche des Systems, verlangen doch gerade die
Profis nach möglichst kurzen Synchronzeiten für die Verwendung von
Blitzgeräten bei Tag zur Aufhellung von Schatten und zur Verringerung von
Kontrasten. Die sozusagen normale Synchronzeit beträgt 1/60s. Diese
Schwäche war bekannt, aber sozusagen systembedingt, denn auch die Nikon F3
hat den gleichen horizontal ablaufenden Titanverschluss wie Nikon F und
Nikon F2.
Bloß ist der Verschluss bei der F3 quartzgesteuert; deshalb werden die
Verschlusszeiten mit außerordentlicher Genauigkeit eingehalten und Sammler
sind auch bei 20 Jahren alten Kameras von dieser Genauigkeit angetan und
überrascht. Der elektronisch gesteuerte Verschluss ermöglicht auch die
Zeitautomatik der Kamera. Der Verschlusszeitenknopf enthält daher alle
Zeiten von 8s-1/2000s samt einer rot eingelegten 1/60s, sowie die weiteren
Einstellungen A (für die Zeitautomatik), T (für Langzeitbelichtungen ohne
Stromverbrauch: beim ersten Druck auf den Auslöser öffnet sich der
Verschluss und bleibt offen bis zu einem weiteren Druck, zum Unterschied
von B, wo der Finger auf dem Auslöser bleiben muss), und einer Einstellung
X (für Elektronenblitz bei 1/90s,
ohne Belichtungsmessung).
Nicht nur die Sucheraufsätze sind vielfältig wechselbar, ausgewechselt können auch
die Mattscheiben werden, nichts Neues für die Profikameras von Nikon, aber
immerhin.Die Nikon F3 wurde, weil die Nachfrage anhielt, in kleinen Stückzahlen
auch weitergebaut, als 1988 die Nachfolgerin Nikon F4 erschien; anlässlich
der Photokina 2000 wurde bekannt, dass die Produktion dieser Kamera von
Nikon endgültig eingestellt werden wird. Das dürfte wohl mit dem Aufstieg
der digitalen Fotografie zusammenhängen und mit der Notwendigkeit, ohne
Umweg über chemischen Film und entsprechend zeitaufwendige Filmentwicklung
die Bilder rasch versenden zu können, ist doch die F3 vorwiegend von
Profis verwendet worden, deren Arbeitsstil sich geändert hat.
Wie die Zeitschrift Asahi Camera berichtete, wurde die letzte Serie
von 4.000 Stück im Frühjahr 2001 erzeugt. Für weitere 10 Jahre will Nikon
den Ersatzteilnachschub sicherstellen.Bis ca. 2007 sollen
auch noch der Sucheraufsatz DE-3 sowie der Motor MD-4 angeboten werden.
<Damit dürfte unwahrscheinlich sein, dass die Nikon F5 eine Nachfolgerin
haben wird, denn die Profis werden statt dessen zu digitalen Kameras
greifen>, habe ich damals geschrieben. Aber siehe da, Irren ist menschlich
und Nikon hat doch noch eine Nachfolgerin auf den Markt gebracht, die
Nikon F6 (wie ich denke, mit relativ wenig Entwicklungsaufwand, die Firma
hat eigentlich nur bereits vorhandene elektronische Bauteile neu
kombiniert in ein neues Gehäuse verpackt - ob die Kamera ein Markterfolg
werden wird, wage ich zu bezweifeln, aber der Aufwand ist gering und die
Firma ist damit weiterhin im Segment der SLRs für Film mit einem modernen
Profimodell vertreten - Prestige eben).
Bedingt durch das modulare Bauprinzip
existiert die F3 in mehreren Varianten. Mit dem Standardprismensucher DE-2
oder einem Lichtschachtsucher etc. ausgestattet, spricht man von der Nikon
F3, sozusagen der Normalfall. 1982 wurde dieser Sucher vom DE-3 abgelöst,
dem High Eyepoint-Sucher. Eine so ausgestattete Kamera heißt F3HP. Dieser
Prismensucher ist besonders bei Brillenträgern beliebt, weil sein größeres
Okular auch ihnen das ganze Sucherbild zeigt, ohne dass sie die Augen
verdrehen müssen. Normalsichtige müssen nicht mehr ihr Auge an den Sucher
anlegen, sondern können auch mit Abstand vom Okular das ganze Bild
erkennen.
Nikon F3/T
Ebenfalls
1982 erschien die schon erwähnte F3/T, zunächst in einer titanfarbenen
(grauen) Ausführung. Bei ihr sind Oberteil, Rückwand, Bodenplatte und
Gehäuse des Sucherprismas aus Titan. Das Sucherprisma selbst entspricht
ansonsten dem High-Eyepoint-Sucher. 1984 wurde die champagnerfarbene
Ausführung durch eine schwarze Ausführung der F3/T ersetzt, bis vor
einigen Jahren erzeugt wurde und allenfalls heute noch originalverpackt
bei einem Händler vorrätig ist.
Nikon F3P
1983 folgte die F3P, ein für Zwecke der
Profis vereinfachtes Modell. Nikon ließ weg, was Profis angeblich nicht
brauchen, etwa Selbstauslöser (das Fenster rechts neben dem Sucher mit der
Leuchtdiode des Selbstauslösers wurde zwar beibehalten, die Leuchtdiode
aber nicht eingebaut) samt Hebel neben dem Einblick, mit dem
das Sucherokular geschlossen werden konnte (zur Vermeidung von
Lichteinfall bei Aufnahmen mit dem Selbstauslöser) und
Mehrfachbelichtungsmöglichkeit. Dazu gab es eine spezielle Rückwand MF-6B,
bei welcher beim Rückspulen die Filmzunge nicht in die Patrone eingezogen
wurde, ein nützlicher Gag, nichts weiter. Das, was Profis aber eigentlich
haben wollten, konnte Nikon 1983 nicht liefern, nämlich eine kürzere
Synchronzeit als 1/80s. Die F3P weist eine eigene Nummerierung auf, nach
dem Schema P 900xxxx. Achten Sie beim Kauf darauf. F3P sind im übrigen
nicht selten, ich habe erst unlängst eine gebrauchte F3P in Wien gesehen,
zum Preis von ATS 15.000.-
Wichtig für diese Geschichte, nicht für die Käufer, wurde ein anderes
Modell, Nikons erster Versuch, schon ab 1983 eine Profi-SLR mit Autofokus
zu bauen, die F3AF.
Nikon F3AF
Die
ab 1983 angebotene Nikon F3AF stellt einen der vielen damaligen Versuche
dar, eine Spiegelreflexkamera mit Autofokus zu konstruieren, der sich bei
einfachen Sucherkameras durchaus bewährt hatte. Schon vom Preis her war
die Kamera, deren Gehäuse allein fast das Doppelte kostete wie das Gehäuse
einer <normalen> F3, nämlich an die 3000 DM in Deutschland, offenkundig
eher zum Testen der Technologie gedacht und ferner den Markt testen.
Geliefert wurde das Gehäuse mit einem
unförmigen Sucher-, Belichtungs- und AF-Mess-Aufsatz DX-1 und einem
Normalobjektiv 2,8/80 mm. Dazu konnte ein spezielles AF-Nikkor3,5/200 mm
geordert werden. Beide Objektive haben jeweils den AF-Motor eingebaut. Im
Sucher mit einer speziellen Mattscheibe wird, vergleichbar einem
Schnittbild-Entfernungsmesser automatisch geprüft, ob das Motiv scharf
gestellt ist oder nicht. Wenn nicht, werden entsprechende Befehle mittels
spezieller, im Kamerabajonett eingebauter zusätzlicher Kontakte elektrisch
an den Fokussiermotor im Objektiv erteilt.
Das AF-System funktionierte dem Vernehmen
nach klaglos. Seine Schwäche lag darin, dass die normalen Objektive
mangels Fokussiermotor nicht verwendet werden konnten. Daher bot Nikon
auch noch einen TC-16 genannten Autofokus-Telekonverter an, der so aussah
wie sein Name klingt. Der wurde an das Gehäuse angesetzt, verlängerte die
Brennweite jedes Objektivs um den Faktor 1,6 und verringerte die
Lichtstärke um denselben Faktor. Damit das aber auch funktioniert, muss
das Objektiv eine Lichtstärke von mindestens Bl. 2 haben. Das alles klingt
genau so, wie es war: Murks. Die Zeit war noch nicht reif für eine
Profikamera von Nikon mit Autofokus.
Dies umso mehr, als im Frühjahr 1985
Minolta die 7000 AF vorstellte. Während Nikon im Wesentlichen an ein
vorhandenes Gehäuse ein AF-System angebaut hatte, ging Minolta bekanntlich
einen anderen Weg: der Fokussiermotor sitzt im Gehäuse und steuert die
speziell konstruierten Objektive. Dazu war allerdings ein neuer
Objektivanschluss ebenso nötig wie entsprechende neue Objektive - ein
Systemwechsel in Wahrheit, der sich aber kommerziell als überaus
erfolgreich erwies und auch technisch zum Vorbild für die Konkurrenz
geworden ist. So ging auch Nikon dazu über, spezielle neue Gehäuse für die
AF-Fotografie zu konstruieren, hatte jedoch insofern Glück. als sich der
vorhandene Objektivanschluss weiterhin verwenden ließ. Minolta und Canon
etwa mussten neue Objektivanschlüsse entwerfen.
Bliebt noch nachzutragen, dass sich der
Prismenaufsatz der F3 AF auch an einer sozusagen normalen F3 verwenden
lässt, wenn man die im Gehäuse vorhandene Mattscheibe entfernt - der
Prismenaufsatz hat ja eine eigene. Umgekehrt ist es dem Vernehmen
nach möglich, durch Einsatz einer Mattscheibe ins Gehäuse einer Nikon F3
und eines <normalen> Prismenaufsatzes die F3 AF wie eine F3 mit den
üblichen Objektiven zu verwenden.
Nikon F3 Limited
Zunächst ausschließlich in Japan bot
Nikon ab 1994 die Nikon F3 Limited an, von der einzelne Exemplare aber
dennoch den Weg in die weite Welt gefunden haben. In manchem ähnelt die
Limited der älteren F3P: Das Gehäuse des Sucherprismas ist aus Titan
gefertigt und besitzt einen Sucherschuh, hat ein höheres Zeitenrad und
einen Auslöser mit einer mechanischen Sperre gegen unbeabsichtigtes
Auslösen. Und wie der F3P fehlt auch der Limited der Anschluss für den
Drahtauslöser, der Selbstauslöser, der Hebel für Mehrfachbelichtungen etc.
Die sichtbaren Unterschiede zur F3P liegen im Schriftzug "Limited" neben
"F3" auf der Vorderseite des Gehäuses und in einem der Seriennummer
vorgesetzten Versal-L. Außerdem ist die Mattscheibe vom Typ B nicht
wechselbar wie bei der Standardausgabe der Nikon F3. Auf der Website von
Stephen Gandy finden Sie einen ausgiebig bebilderten Bericht über die
Nikon F3 Limited.
Nikon F3 High Speed
Ab
Juli 1996 war dann auch noch die F3 High Speed Camera lieferbar, mit
sagenhaften 13 Bildern pro Sekunde. Dabei handelte es sich um eine
modifizierte F3, die keinen Schwingspiegel besitzt, sondern statt dessen
einen starren, halbdurchlässigen Spiegel (genau 70% des einfallenden
Lichtes gelangt bei geöffnetem Verschluss auf den Film, 30% werden in den
Sucher reflektiert). Die Springblende wird ausgeschaltet, der Druck auf
die Abblendtaste öffnet die Blende auf Maximalwert. Eine
Belichtungsmessung mit dem eingebauten TTL-Belichtungsmesser funktioniert
nur bei Arbeitsblende; verwendet man einen externen Belichtungsmesser,
muss die Teildurchlässigkeit des Spiegels beachtet werden, das heißt, es
muss um zwei Drittel überbelichtet werden. Das ganze funktioniert
natürlich nur bei kurzen Belichtungszeiten mit maximaler Geschwindigkeit
und außerdem nur, wenn ein spezieller Motor, der MD-4H an die Kamera
angebaut ist, samt angesetztem Batterieteil MN-2. Wie die Kamera mit Motor
aussieht, ersehen Sie aus der Abbildung.
Hinweis:
An allen Modellen der F3 lassen sich auch
die alten Objektive ohne AI-Fassung verwenden, diese jedoch nur mit
Arbeitsblendenmessung. Spätere Objektive funktionieren alle mit
Offenblendemessung - sofern natürlich ein Belichtungsmesseraufsatz
verwendet wird. Die Objektive der G-Serie lassen sich an der Nikon F3
ebensowenig verwenden wie an an allen anderen Kameras ohne AF (große
Ausnahme ist die F-601M).
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Zuletzt bearbeitet: 7. Juli 2005
© 2005 /
Peter Lausch
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