Minox 35 

Auf der Photokina 1974 wurde die Minox 35 als kleinste Kleinbildkamera vorgestellt. Lieferbar war sie dann als Minox 35 EL ab Frühjahr 1975. Inzwischen sind von der Kamera, die in zahlreichen, nur geringfügig verschiedenen Varianten mit unterschiedlichen Bezeichnungen produziert wurde, mehr als 2 Millionen Stück verkauft worden.
   
Wie klein eine "Kleinbildkamera" sein kann, wenn konsequent miniaturisiert wird, zeigte sich am Beispiel der Minox 35 schon vor 25 Jahren überzeugend. Insofern ist die Kamera beispielhaft und klassisch geworden.

Minox GT-X

 
  
 

Trotz der vielen verschiedenen Modellbezeichnungen handelt es sich in Wahrheit mehr oder minder um ein Modell. 


 Als Beispiel die Minox GT-X aus dem Jahre 1995

 

Im Lauf der Jahre wurden folgende technische Veränderungen vorgenommen (und teilweise wieder aufgegeben):

Gegenlichttaste (2x Verlängerung) eingeführt -  ab Minox 35 GL, 1979, 
elektronischer Selbstauslöser und Schnelltransporthebel - ab Minox 35 GT, 1981,
eine Programmautomatik - Minox 35 PL, 1982,
Programmautomatik und integrierter Blitz - Minox 35 PE, 1983,
eine neue, kantige Gehäuseform - Minox 35 ML, 
nur mehr mit Zeitautomatik, aber kantiges Gehäuse - Minox 35 MB, 1986, 
mit Fixfokus-Objektiv - Minox 35 AL, 1987,  
AF - Minox 35 AF, 1988, 
Rückkehr zur früheren Gehäuseform und Zeitautomatik - Minox GT-E, 
kantiges Leichtmetallgehäuse anstatt Plastik - Minox M.D.C., 1992, 
graues Plastikgehäuse und DX-Einstellung - Minox GT-X, 1995,
schwarzes Plastikgehäuse für die GT-E, 1998, 
neue Version der GT-X als GT-S in schwarzem Gehäuse und mit DX-Abtastung - 1998. 

GT-S und GT-E  waren die letzten ab Werk lieferbaren Modelle. 
   
Das kantige Gehäuse der ML, der AL und der M.D.C. erwiesen sich als Flop, die AF-Version ebenfalls; die Minox 35-Varianten mit Programmautomatik wurden zu teuer und konnten mit der Konkurrenz nicht mithalten, die Minox 35 PE wurde durch das Blitzgerät einfach zu unhandlich.
   
Vom Alter abgesehen, sind daher alle gängigen Varianten der Minox 35, wie Sie lesen, nahezu gleich ausgestattet. 

Noch eine Änderung gibt es: Bei den neueren Modellen ist das Objektiv kein vierlinsiges Minotar, sondern ein mehrschichtvergütetes, vierlinsiges Minoxar mit denselben optischen Daten. Die Minox AL (1987) besitzt ein dreilinsiges, einfach vergütetes Minar. 

Noch einen wesentlichen Unterschied gibt es: erst die Modelle ab der GT-X 1995 sind für Lithium-Batterien konstruiert, frühere Modelle verwenden eine Quecksilberbatterie, die es ebenso wenig mehr gibt wie eine gleichwertige Ersatzbatterie - siehe unten. 

Technische Daten der abgebildeten Minox GT-X:

   
Sucher mit Leuchtrahmen, aber ohne Parallaxenausgleich, elektronisch gesteuerter Verschluss mit Verschlusszeiten von 30 - 1/500 Sekunde bei ISO 25,  Blitzaufnahmen: 1/125 Sekunde, elektronisch gesteuerter Selbstauslöser mit Blinklampe, DX-Einstellung, grün markierte Schnappschusseinstellung (entspricht Blende 8 und Entfernungseinstellung auf 5 Meter, ganz praktisch, aber naturgemäß entbehrlich), Gegenlichtschalter, Plastikgehäuse aus "Makrolon".
   
Größe (Kleinheit): 10,0 x 6,1 x 3,4 cm (LxHxT) 
   
Zusätzlich gibt es eine Reihe von Sondermodellen in Kleinserie, von der GT mit Auslöseknopf aus Gold (mit Gold eloxiert, nicht massiv, leider), bis zur echt vergoldeten Kamera mit entsprechend höheren Preisen.

Das Batterieproblem:
   
Die älteren Modelle benötigen eine Quecksilberbatterie PX-27 mit 5,6 Volt Spannung. Eine solche wird weltweit nicht mehr erzeugt.  
 
Als Ersatz empfehle ich den Kauf des Minox Power Pack 35, den es um etwa Euro 20, mit 2 Lithium-Batterien CR 1/3 N samt eingebauter Spannungsreduzierung zum Beispiel bei Foto Brenner gibt oder gab, die Batterien gibt es als Ersatz natürlich auch separat.
   
Als Käufer einer GT-X, GT-E und GT-S und 35 ML haben Sie dieses Problem nicht, sie sind serienmäßig für Silberoxyd- bzw. Lithiumbatterien vorbereitet.

Zuletzt geändert am 12.3.2014
Peter Lausch - peter@lausch.com