PETER LAUSCH
Der Metal Man von Rosses Point
Bedingt durch eine enge Fahrrinne,
ausgedehnte Sandbänke und vereinzelte, nur bei Ebbe sichtbare
Felsklippen unterhalb der Wasseroberfläche war die Einfahrt in den Hafen
von Sligo früher, ohne Sonar, Radar und ohne GPS namentlich zwischen
Coney Island, Oyster Island und der Halbinsel von Rosses Point nicht
ganz einfach und ist noch zu Anfang des 19. Jahrhunderts eine Reihe von
Schiffen gescheitert bzw. in den trügerischen Sandbänken stecken
geblieben.
Aus diesem Grund
- wurde nahe des Deadman's Point
ein Pilot's House errichtet, von dem aus Lotsen die heransegelnden
Schiffe bemerken und ihre Dienste anbieten konnten,
das aber nicht mehr
benützt wird.
- befand sich mehr als einen
Kilometer westlich von Coney Island auf dem Black Rock schon
im 17. Jahrhundert ein Leuchtfeuer, das um 1835 zum Leuchtturm
ausgebaut und seither mehrfach modernisiert wurde,
- steht auf Oyster Island südlich
der eigentlichen Fahrrinne schon seit 1835 auch ein Leuchtturm; der
heute noch in Betrieb befindliche kleine Turm wurde 1893 neu gebaut,
- und schließlich steht seit 1821
auf dem Perch Rock, einer Klippe vor der felsigen Küste von Rosses
Point ein weiteres Leuchtfeuer in Form eines Unteroffiziers der
britischen Kriegsmarine, der auf die Fahrrinne zeigt und vor sich
eine Leuchte stehen hat: der Metal Man.

Die Klippe selbst ist nur bei
Niedrigwasser zu sehen.
Übrigens ist der Metal Man keine
einzigartige Schöpfung; es gibt ein gleichartiges Leuchtfeuer auch in
Tramore im County Waterford.
Erstellt: 27. Juli 2011
© 2011/Peter Lausch
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