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LEICA M6, M7
und MP - kompakte Ausrüstungsvarianten
Die Leica
M-Kameras sind recht kompakte Kleinbildkameras, verglichen mit einer
modernen AF-SLR wie der Nikon F5, von digitalen SLRs gar nicht zu reden.

Größenvergleich:
Leica M6 mit 2,0/50 und Canon 10D mit Sigma Zoom auf gleichen Bildwinkel
eingestellt
Aber auch eine umfangreiche
Leicaausrüstung ist nicht mehr so klein, dass man sie ständig bei sich
tragen möchte - sie "trägt auf".
Wollen Sie
indessen eine kompakte KB-Kamera mit
vielfältigen Möglichkeiten, gibt es nur 2 Alternativen: entweder eine der modernen AF-Sucherkameras mit Zoom, dafür weitgehend aus Plastik, oder eben eine Leica M
mit bestimmten Objektiven.
Natürlich ist die LEICA dann größer
als die AF-Sucherkamera und vor allem ist sie schwerer,
aber in eine (Herren-) Sakkotasche passt sie noch immer, in eine
Damenhandtasche ohnehin. Und was für die Leica M6, M6 TTL, M7 bzw. für die neue MP
gilt, das gilt
gleichermaßen auch für die anderen M-Leicas, ausgenommen, denke ich,
die Leica M5
mit ihrem größeren Gehäuse. Aber die M5 ist ohnehin so selten (ca.
33.000 Exemplare wurden gebaut) und teuer, dass kaum jemand mit einer M5 tatsächlich fotografiert.
Die Meisten stehen in der Vitrine und werden angeschaut, aber nicht
benützt.
Variante 1: Minimalausrüstung
Für eine solche Minimalausrüstung gibt es mehrere
Möglichkeiten. Für welche Sie sich entscheiden, hängt primär von
ihren Bedürfnissen ab: wollen Sie primär
mit einem oder mit mehreren Weitwinkelobjektiven (unterschiedlicher
Brennweiten) arbeiten, oder bevorzugen Sie längere Brennweiten oder
wollen Sie beides.
Wollen Sie mehr als ein Objektiv verwenden, werden Sie sich mit der Kompaktheit der Ausrüstung
schwer tun, vor allem, wenn Sie die Kamera mit Objektiv und Wechselobjektiv
als Mann in die Tasche
Ihres Sakkos oder aber als Frau in die Handtasche stecken wollen. Und
bei 2 Wechselobjektiven kann von einer kompakten Ausrüstung ohnehin
kaum mehr die Rede sein.
Ich empfehle als Minimum (aber fallen Sie nicht über mich her,
das ist nur meine persönliche Meinung und Sie können natürlich eine
davon abweichende haben!) eine Leica M 6, M6 TTL, M7 oder MP mit einem einschiebbaren
Elmar 2,8/50 mm oder aber mit einem Voigtländer Color-Skopar
2,5/35mm von Cosina. Bedenken Sie dabei, dass wir uns heute allgemein an
Weitwinkelaufnahmen mit einem "35er" gewöhnt haben und diese als geradezu
normal ansehen. Mit dem Cosina/Voigtländer 2,5/35 mm schaut eine M6 dann so aus:

Leica M6 + Color-Skopar 2,5/35
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Diese Ausrüstung passt in die Innentasche meines Sakkos -
Damenhandtaschen verwende ich klarerweise nicht.
Warum
aber das
Color-Skopar
von Voigtländer? Die Leica Camera AG erzeugt doch die allerbesten
Objektive? Mag schon sein, aber klein sind sie halt leider nicht, mit
Ausnahme des ausziehbaren Elmar 2,8/50. Mir ist ein leichtes Weitwinkel
für Alltagsfotografie einfach lieber und das Voigtländer Color-Skopar
ist bedeutend kleiner (und billiger) als das Leica Summicron-M 2,0/35 mm
ASPH. Selbst überzeugte Leica-Fans wie Erisch Puts -
www.imx.nl - halten das Color-Skopar für
gleichwertig mit dem Vorgänger Summicron-M 2,0/35 mm ohne asphärische
Linse. Mag ja sein, dass das heutige Objektiv mit ASPH ein klein
wenig schärfer oder kontrastreicher zeichnet, mir fällt der
Unterschied nicht auf.
Mir fällt allerdings auf, dass ich mir für den
Preis eines Summicron-M drei Voigtländer Objektive kaufen kann, den
Adapterring für die Anpassung dieser Objektive mit ihrem
M39-Schraubgewinde auf den Bajonettanschluss der M-Leica inbegriffen.
Und wenn Sie unbedingt was Originales wollen, den passenden Adapterring
gibt es (gebraucht) auch von der Leica Camera AG, preiswerter aber ist er von
Voigtländer. Mit dem für die Brennweite passenden Adapterring (es gibt
sie für verschiedene Brennweitenkombinationen) wird dann auch der passende Rahmen in den Sucher eingespiegelt.
Variante 2: Etwas weniger
minimalistisch (und teurer)

Leica M6 +
Tri-Elmar 28,35,50 mm
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Der Vorteil einer solchen
Ausrüstung ist nicht zu übersehen: Sie können Aufnahmen mit drei
verschiedenen Brennweiten machen, vom Weitwinkel, das den Namen verdient
bis zur vielseitig verwendbaren Normalbrennweite 50 mm.
Variante
3: Kompakte Ausrüstung mit 2 Objektiven?
Für diesen
Fall empfehle ich persönlich zum Beispiel so etwas:
Leica M6 +
Tri-Elmar 28,35,50 mm + Elmarit-M 2,8/90 mm
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Damit
fotografieren Sie mit wenig Platzbedarf nicht nur mit dem universell
anwendbaren Weitwinkelobjektiv Tri-Elmar mit 28, 35 und 50 mm Brennweite, sondern,
wenn nötig, mit dem Elmarit-M 2,8/90 mm bei Bedarf auch weiter Entferntes;
vergessen Sie nicht, die Brennweite 90mm ermöglicht nicht nur eine stärkere Konzentration aufs Wesentliche als
ein Normal- oder Weitwinkelobjektiv, die
Brennweite 90 mm ist ideal für Porträtaufnahmen, wenn das Gesicht
formatfüllend aufgenommen werden soll - die meisten
"Brustbilder" sind als solche nicht der Rede wert, sondern
entstehen, weil der Fotograf mit dem Normalobjektiv eben nur bis 1,5 Meter
ans Motiv heranging.
Ich denke, mit einer Leica und diesen 2 Objektiven
realisieren Sie weitaus die meisten aller
Bildideen auf einer Urlaubsreise ebenso wie beim Halbtagsausflug.
Die zwei entscheidenden Nachteile will ich nicht
verschweigen: Das Tri-Elmar hat einen exorbitanten Preis: Im
Durchschnitt kosten M7 oder MP in Deutschland um 3000 Euro, das Tri-Elmar
um 2500 Euro und das Elmarit um 1400 Euro. Und die ganze
Ausrüstung wie abgebildet wiegt über 1400 Gramm. Die müssen Sie ständig
herumschleppen; immerhin lässt sich das jeweils nicht verwendete Objektiv
in die Tasche eines Sakkos stecken oder in einer Handtasche verstauen.
Fortsetzung
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