M2 Outfit 1960
© Leicashop Wien, 2004

 

Eine Leicaausrüstung aus dem Jahre 1960

Im Lauf einiger weniger Jahre kaufte sich der Erstbesitzer eine wirklich schöne und umfangreiche Ausrüstung zusammen, die sozusagen alle Stücke spielt.

Die Leica mit der Gehäusenummer 1004932 wurde 1960 erzeugt.

Davon im Uhrzeigersinn ausgehend, besaß er das Summicron 2/50, das Summicron 2/35, das Elmarit 2,8/90 und das Elmar 4/135 (beide mit abschraubbaren Objektivkopf zur Verwendung am Spiegelreflexansatz Visoflex), dann, auf der rot-weißen Schachtel stehend, das Telyt 4/200. auf der länglichen weißen Schachtel ganz oben sieht man die Blitzschiene CTOOM und daneben das TOOUG Tischstativ und das Blitzgerät DEOOC. Weiter besaß er den Prismenaufsatz OTXBO zum Visoflex (den sehen Sie rechts hinter der Kamera), ferner den Adapter OUBIO zum Anschluss des Kopfes des Elmar 135mm, 2 passende Sonnenblenden, den OTZFO zum Anschluss des Kopfes des Elmarit 2,8/90 und einen Leicameter MR. In den flachen Schachteln oberhalb der Tasche befindet sich ein Skylight- und ein UVa-Filter.

Wie gut die Ausrüstung erhalten ist, zeigt die nebenstehende Abbildung. Klicken Sie und sie erhalten eine größere Version des Bildes.

Das abgebildete vierlinsige Elmar 4/90 mm hat übrigens eine Entfernungsskala in feet, nicht in Metern. Das stimmt mit dem Alter des Objektivs überein, erst in den späteren Jahren findet sich eine kombinierte Entfernungsskala in feet und in Metern. Ab 1963 wurde eine Version mit nur  drei Linsen geliefert.

 

Im Lauf der Zeit hat sich beim Eigentümer auch eine Reihe von Prospekten, Anleitungen sowie einschlägiger Literatur angesammelt. Leicht erkennbar <Das Leica Buch> von Theo Kisselbach, das separate <Leica Taschenbuch> und die <Leica-Technik> von Curt Emmermann (im Zentrum).

Alles in Allem ist das eine sehr schöne Ausrüstung gewesen. Der Anbieter erhofft sich ca. 4600 Euro. Ob er die bekommt, scheint mir indessen ein wenig fraglich, denn der Sammlung fehlen einerseits die echten Sammlerstücke und andererseits ´sind manche Teile wirklich nur mehr von historischem Interesse, ohne aber selten zu sein. Wer so etwas im Ganzen kauft, muss recht besondere Interessen haben, kein Sammler sein und auch kein reiner Anwender. Auf Tranchen aufgeteilt, ließe sich die Ausrüstung wahrscheinlich einfacher verkaufen. Aber mein Problem ist das nicht und im Übrigen: Warten wir's ab.

 

© PETER LAUSCH/2004
Erstellt am 9. Dezember 2004

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