EINLEITUNG

 

Die Leica gibt es seit 1925. Eine umfassende Geschichte der Sucherkameras der heutigen Leica Kamera AG  im Internet gibt es noch immer nicht. Dabei ist in Jahrzehnten einer durchaus wechselvollen Geschichte einiges vorgefallen, das bemerkenswert wäre. Vor allem: Die heutige Situation der Leica Kamera AG und ihrer Produkte M7, MP und M9, aber auch die Geschichte der inzwischen eingegangenen SLR-Modellreihe der Firma versteht man nicht richtig, wenn man die Vorgeschichte der heutigen Situation nicht kennt.

Schade ist es, aber verständlich, dass eine solche Geschichte im Internet fehlt. Die Unterlagen zusammenzutragen und auszuwerten kostet Zeit und Geld. Und trägt finanziell keine Früchte. Da schreibt einer gleich schön ausgestattete Bücher in kleiner Auflage, hofft auf Übersetzungen in vielen Sprachen, denn Interessenten gibt es überall. Und weil die Bücher schön ausgestattet sind, auf gutem Papier gedruckt etc., sind sie teuer. Daher kaufen sie nur wenige Leute, denn ach, die meisten Interessenten sind bereits Senioren, weshalb die Zahl der Interessenten ständig sinkt.  Deshalb werden die Bücher mit der Zeit noch teurer werden.

Nichts gegen Leute, die mit ihrer Arbeit Geld verdienen wollen.

Ich will keine Bücher schreiben, um mir die Butter aufs Brot zu verdienen. Aber die Hintergründe der Entwicklung ein wenig beleuchten möchte ich schon.

Daher diese kleine Geschichte über die Entstehung der Leica, von den Anfängen bis zur heutigen Situation, und bis zu den aktuellen Modelle,  der LEICA M7, der seit Frühjahr 2003 lieferbaren LEICA MP und der seit Ende 2006 lieferbaren digitalen M8.  

Nur ganz nebenbei lesen Sie auf den folgenden Seiten etwas über die Objektive zur LEICA und über die vielen Varianten und Entwicklungsstufen der einzelnen Objektive. Das würde ein Buch füllen, das im übrigen schon von jemandem geschrieben worden ist (Erwin Puts, Leica Lens Compendium, Hove Books, 2001). Nur zu einigen m. E. herausragenden Objektiven und sonstigen Zubehörteilen (etwa dem Visoflex) verweise ich, technisch bedingt, auf entsprechende .pdf-Dateien von mir. 

Sie finden auch - beinahe - nichts über die Tatsache, dass es von Anfang an Fremdobjektive zur LEICA gab und heute noch gibt, und zwar von der ersten Version der LEICA I mit festeingebautem Objektiv an. Über Sonderbestellung konnte die Kamera bei einzelnen Händlern auch mit einem Meyer Kino-Plasmat 1,5/50mm erworben werden. Darüber und über eine Reihe anderer passender Objektive verschiedener Hersteller aus Europa hat schon Marc Small ein Buch geschrieben. Über die an die Schraubleicas passenden zahllosen Modelle von Objektiven aus Japan fehlt noch eine zusammenfassende Übersicht. Und über die ebenfalls an die Schraubleicas (und mit Zwischenring an die M-Leicas) passenden Objektive von Cosina/Voigtländer gibt deren entsprechende Website Auskunft.

Auch nur gleichsam am Rande, finden Sie Hinweise auf Zubehör. Vieles davon ist nur mehr von historischem Interesse, manches nicht einmal das. Noch mehr bekommen Sie überhaupt nicht mehr und ebenso viel können Sie heutzutage ohnehin nicht mehr brauchen. Ich habe solche Ausführungen für entbehrlich gehalten - und im übrigen ist es bei der Vielfalt des Zubehörs schwierig, verlässlich zu recherchieren. Durchgängig schreibe ich übrigens den Namen der Kamera in Großbuchstaben und rede von Schraubleicas und M-LEICAs. Auch gebe ich die größte Öffnung eines Objektivs und seine Brennweite nach folgendem Schema an: Elmarit M 2,8/90mm bzw. 2,8/90; dies auch dort, wo Leitz seinerzeit von 9 cm geschrieben hat.

Sollten Sie die Geduld aufbringen, sich alles folgende durchzulesen, werden Sie danach wissen, welche Modelle der LEICA es gegeben hat, was ihre Eigenschaften waren, ihre Vorteile und ihre, vielfach zeitbedingten, Besonderheiten. Sollten Sie sich eine LEICA kaufen wollen, finden Sie hier ganz einfach eine Orientierungshilfe. Zwangsläufig ist sie nicht vollständig und, ganz bewusst, auch rein subjektiv in den Bewertungen. Ich habe das geschrieben, was ich mir denke, nichts anderes. Denken Sie anders, ich respektiere Ihre Meinung. Sind Sie mit mir nicht einer Meinung, schreiben Sie mir, wenn es Ihnen dafürsteht. 

Wenn Sie Fragen haben, fragen Sie mich. Wenn ich die Antwort weiß, werde ich sie Ihnen geben.

Alles fließt, hat einmal ein Gescheiterer als ich gesagt. Das gilt auch für diese Geschichte. Ohne Ihre Hilfe könnte ich allfällige Fehler und Missverständnisse nicht beseitigen. Wenn Sie sich daher die Mühe machen und mich auf Fehler hinweisen, bin ich dankbar.

Falls Sie die Geschichte der Leica lesen wollen, klicken Sie doch hier.

Falls Sie wissen wollen, womit ich schon fotografiert habe (nicht nur Leica), lesen Sie doch hier weiter.

 

 

Peter LAUSCH
Zuletzt geändert am 
2. September 2009

Rechtliches

 Wenn Sie mir schreiben wollen, tun Sie es doch!
Hinauf