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Inhalt
Einleitung
AHNEN
URLEICA
LEICA I
Compur-
LEICA
1. Objektive
LEICA II
Standard-
LEICA
LEICA III,
IIIa IIIb,
IIIc,
IIId etc.
LEICA IIIf
LEICA IIIg
LEICA M2
LEICA M3
LEICA M1
LEICA M4
LEICA M5
LEICA M6
LEICA M7
Ausklang
1931 mit
der LEICA
fotogra-
fieren
Bedienung
einer Schraub-
LEICA
Kauf einer
gebrauch-
ten LEICA?
Literatur
Hochmut vor dem Fall |
Die Leica IIIf, IIf und If
Leica IIIf
Im Jahre
1950 lieferte Leitz erstmals eine weiterentwickelte IIIc aus, die
letztlich auch Eigenschaften der nur in geringer Zahl erzeugten LEICA IIId aufweist. Im übrigen ist die LEICA IIIc in ihrer langen
Produktionszeit mehrmals in Kleinigkeiten verändert und
weiterentwickelt worden. Eigentlich hätte man die späten Exemplare
durchaus auch als LEICA IIIe bezeichnen können. Dieser Auffassung waren
möglicherweise auch die Leute, welche bei Leitz für die Namensgebung
zuständig waren. Warum es bei IIIc blieb, ist nicht bekannt geworden,
jedenfalls fehlt dementsprechend eine LEICA IIIe im Stammbaum.
Der
wesentliche Unterschied zur weiterentwickelten IIIc liegt bei den ersten
Serien der IIIf in der Blitzsynchronisation. Ab der Nummer 615 000 wurde
ein neuer und leichterer Verschluss eingebaut. Dadurch konnte die Kamera
bei langen Verschlusszeiten ruhiger gehalten werden, weil sich die
Vibrationen durch den Verschlussablauf reduzierten. Gleichzeitig wurde
die Abstufung der Verschlusszeiten geändert.
Um die neuen Serien auch
optisch von den früher gebauten Kameras zu unterscheiden, wurden die
Kontaktzahlen für die Blitzsynchronisation rot ausgeführt. Man redet
daher oft von der LEICA IIIf RD für Red Dial zum Unterschied von der
früheren Ausführung BD. Die Unterscheidung war beim Blitzen wichtig.
Wie
ausgeführt, ist die LEICA IIIf die erste Schraubleica mit einer auch
heute noch akzeptablen eingebauten Blitzsynchronisation
für Blitzlampen und Elektronenblitz. Sie ist auch das erste
Leica-Modell, mit dem man heute noch ohne besondere Umstände blitzen kann.
Um blitzen zu können, müssen Sie
unterhalb des Drehknopfs für die (Kurz-) Zeiteinstellung einen Hebel auf
eine Zahl von 0-20 einstellen. Haben Sie eine LEICA IIIf Black Dial,
sind diese Zahlen schwarz und Sie stellen den Hebel auf die Zahl 2 und
wählen als Belichtungszeit 1/30 Sekunde. Haben Sie eine LEICA IIIf Red
Dial, blitzen Sie mit Elektronenblitz entweder in Stellung 0 mit 1/25
Sekunde oder in Stellung 20 mit 1/50 Sekunde.
Mit Blitzbirnen könnten
Sie je nach Brenndauer und Type auch andere Belichtungszeiten wählen,
sofern Sie die richtige Kontaktzahl wissen. Da aber ohnehin niemand mehr
mit Blitzbirnen blitzt, brauchen Sie sich darüber keine Gedanken
machen. Das gleiche gilt übrigens auch für die LEICA IIf und die If.
Eine
den heutigen Vorstellungen entsprechende Blitzsynchronisation finden Sie
erst bei der LEICA IIIg.
So
umständlich das bei einer LEICA IIIf auch klingen mag, die
Synchronisation an sich ist schon ein Fortschritt. Noch für die Leica
IIIb mussten Sie, wollten Sie unbedingt blitzen, einen eigenen
Bodendeckel kaufen, mit dem Sie mittels Hebel die Zündverzögerung
einstellten und benötigten eine separate Zeitenscheibe mit einer
Ausnehmung. Außerdem brauchten Sie einen aufsteckbaren Auslöser mit
einem Mitnehmer und einem Batterieanschluss. Durch die Drehung der
Zeitenscheibe wurde ein elektrischer Kontakt geschlossen und die
Blitzbirne - bei richtiger Einstellung
aller dieser Geräte - so gezündet, dass das ganze Negativ
gleichmäßig belichtet wurde. Das klingt genau so, wie es gewesen sein
muß.
Sollten
Sie wider Erwarten einen seltsam aussehenden Bodendeckel mit einem
länglichen schwarzen Gebilde und einem scheinbar funktionslosen Hebel
daheim haben, seien Sie froh, Sie haben möglicherweise einen sehr
seltenen und daher bei Sammlern gesuchten Ausrüstungsteil.
Ab
1954 wurden in alle von nun an erzeugten Kameras (ab Nr. 685 001)
serienmäßig ein Selbstauslöser eingebaut. Wie bei Leitz üblich,
konnte auch jede frühere IIIf nachträglich mit einem Selbstauslöser
ausgerüstet werden. Lassen Sie sich nicht täuschen, wenn Sie daher
eine solche IIIf mit Selbstauslöser finden. Er wurde nachträglich
eingebaut. Dies war deshalb möglich, weil eigentlich schon in den
späteren Serien der LEICA IIIf die Öffnungen im Gehäuse für die
Montage eines solchen Selbstauslösers vorhanden, aber nicht genützt
wurden.
Die
LEICA IIIf ist in den Jahren 1950 bis 1957 in insgesamt 184.000
Exemplaren erzeugt worden. Erstmals in der Geschichte der LEICA (nach
dem Zwischenspiel in St. Ingbert im Saarland) wurde ein Modell der LEICA
auch im Ausland gefertigt: 1952 nahm die Zweigniederlassung in Midland/Ontario
ihren Betrieb auf und erzeugte insgesamt 5.367 LEICA IIIf und
stilgerecht dazu das damals lichtstärkste, von Leitz erhältliche
Objektiv, das Summarit 1,5/50mm.
Infolge
der hohen Stückzahl ist die LEICA IIIf in gebrauchtem Zustand häufig
zu sehen und auch - relativ - preiswert.
LEICA IIIf schwarz
Praktisch
alle LEICA IIIf wurden in verchromter Ausführung verkauft. Die Zeit der
schwarzen "Profikamera" war noch nicht gekommen. Nur für die
schwedischen Streitkräfte wurden insgesamt 100 Stück über
ausdrückliche Bestellung schwarz lackiert verkauft, versehen mit
passenden schwarz lackierten Elmar-Objektiven. Die Kameras entsprechen
weitgehend der Standardausführung, sind allerdings, dank spezieller
Kugellager und Schmiermittel, kältefest gewesen.
Wie
beim Militär üblich, gehen Kameras auch ohne Kriegseinwirkung
verloren. Die schwarzen IIIf sind daher selten und erzielen hohe Preise.
Klar, dass es auch von der IIIf in Schwarz sehr viele Fälschungen
vornehmlich russischer Provenienz auf Basis der FED gibt. Vorsicht daher
bei fast makellosen schwarzen Kameras. Die Originale schauen weniger
schön aus und haben übrigens Produktionsnummern ab 822901. Die
Fälscher sind so nett, im Regelfall ausgefallene Nummern auf die
Gehäuseoberseite zu gravieren. Auch lässt sich eine FED von einer IIIf
schön unterscheiden, wenn man sich die Mühe macht.
Leica IIf
So wie eine Modellreihe vorher stellte Leitz
der LEICA IIIf auch eine vereinfachte Version ohne die langen
Verschlusszeiten (und ohne 1/1000 sec) zur Seite, die ab 1951 lieferbare
LEICA IIf, die bis 1956 in insgesamt mehr als 30.000 Stück.
Die IIf
weist die gleichen konstruktiven Änderungen auf wie die IIIf sie erfuhr:
es gibt also eine LEICA IIf BD und eine IIf RD. Auch wurde in die späteren
Serien ab Nr. 676 564 mit einer kürzesten Verschlusszeit von 1/1000sec
geliefert. Leica If:
Die seit 1952 erzeugte sucherlose
Kamera für wissenschaftliche Zwecke gibt es so wie die IIIf und die IIf in
zwei Ausführungen mit schwarzen
Kontaktzahlen und ab Nr. 564001 mit roten Kontaktzahlen.
Die Unterscheidung ist wichtig, weil die 1.Ausführung mit schwarzen
Kontaktzahlen über Verschlusszeiten von 1/25-1/500 verfügt, die mit
den roten Kontaktzahlen über die neu eingeführten internationalen
Verschlusszeiten 1/30-1/500. An Stelle von Sucher- und
Entfernungsmessergehäuse sind auf der Oberseite des Gehäuses zwei
Zubehörschuhe aufgebaut, gedacht für einen Entfernungsmesser und einen
aufsteckbaren Sucher für die jeweils verwendete Brennweite. Primär
gedacht war die Kamera jedoch für die Verwendung am heute sehr seltenen
Visoflexansatz mit Balgengerät und an einer Reihe von
Nahaufnahmegeräten, an denen auf einem seitlich verschiebbaren
Schlitten Gehäuse und Sucherlupe angebracht war. Mit solchen Geräten
fotografierte man vor Aufkommen der Kopiergeräte eine Vielzahl von
Dingen, von ganzen Buchseiten bis zu Briefmarken etc. Auf diesem Gebiet
war die Fa. Leitz sehr erfinderisch und erzeugte eine Vielzahl von
Hilfsgeräten, die heutzutage allesamt anachronistisch wirken und es
auch sind, seinerzeit aber vielfache Verwendung fanden. Insgesamt wurden
bis 1957 15000 Stück erzeugt, davon aber nur 2000 mit den schwarzen
Kontaktzahlen. Diese Version ist daher bei den Sammlern begehrter und -
teurer.
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