Inhalt

Einleitung

AHNEN

URLEICA

LEICA I

Compur-
LEICA

Die 1. Wechsel-objektive

LEICA II

Standard-
LEICA

LEICA III,
IIIa IIIb,
IIIc,
IIId etc.

LEICA IIIf

LEICA IIIg

LEICA M2

LEICA M3

LEICA M1

LEICA M4

LEICA M5

LEICA M6

LEICA M7

Ausklang

1931 mit
der LEICA
fotogra-
fieren

Bedienung
einer Schraub-
LEICA

Kauf einer
gebrauch-
ten LEICA?

Literatur

Hochmut vor dem Fall 

 

 

 

Die Leica (I) für Wechselobjektive
(in den USA als <Model C> bezeichnet)

1931 b brachte Leitz die erste echte Schraubleica auf dem Markt: das Modell C der LEICA mit auswechselbaren Objektiven. Ausgestattet mit einem Gewinde M39 mit einer Gewindesteigung von 0,97 konnte der Käufer sein Normalobjektiv Elmar oder Hektor gegen ein Weitwinkelobjektiv Elmar 3,5/35mm und kurz nach Einführung des Schraubgewindes auch schon gegen ein Elmar 4/90mm auswechseln. Die erste Leica I mit Schraubfassung hat die Nummer 37.280; es gibt auf dem Markt heute aber auch LEICAs mit niedrigerer Nummer und auswechselbaren Objektiven - später umgebaute ältere Exemplare. 
    
Eines war allerdings zunächst nicht möglich: Beim Händler ein Wechselobjektiv zu kaufen und ins Gehäuse einschrauben. Die Kameras und die Objektive waren nicht "auf Null abgeglichen". Auf Deutsch: der Abstand zwischen dem Film und der Objektivauflage war zwar genormt, doch gab es große Toleranzen. So musste jedes Wechselobjektiv im Werk bzw. bei der Generalvertretung manuell an die vorhandene Kamera angepasst werden. Nicht nur differierte die Dicke der Gehäuse geringfügig, aber merklich, auch die Brennweite der einzelnen Objektive wich individuell verschieden von der Normbrennweite ab. 
   
Aus diesem Grunde findet sich mittig an der Rückseite des Gehäuses ein abgedecktes Loch. Bei der Anpassung des zugekauften Wechselobjektivs an eine bestimmte Kamera wurde durch dieses Loch der korrekte Abstand des Objektivs bestimmt, das Objektiv angepasst und danach das Loch lichtdicht abgedeckt. Deshalb passte ein bestimmtes Objektiv nur an eine bestimmte Kamera. Um das sicherzustellen, trug jede Kamera eine dreistellige Nummer im Gehäuse, die mit der Nummer auf dem Objektiv übereinstimmen musste. Nur so war die korrekte Anpassung gesichert. 

Die Möglichkeit, an einer Kamera nach entsprechender Anpassung mehrere Objektive verschiedener Brennweiten verwenden zu können, war eine Innovation, welche den Absatz merklich steigen ließ. Nur wurde mit der individuellen Anpassung niemand recht glücklich, sodass schon ab Gehäusenummer 60.001 die Kameras und die Objektive werkseitig auf Null abgeglichen wurden.
   
Erst von da an gibt es im eigentlichen Sinn das, was wir eine Kamera mit Wechselobjektiv nennen. Um diese auf Null abgeglichenen Kameras zu kennzeichnen, wurde auf der der Schraubfassung (und auf den Objektiven auch) eine Zeit lang eine Null eingraviert - auf den Objektiven finden Sie die Null auf der Fassung neben der Schraube oberhalb des Entfernungshebels.

Heute ist es einigermaßen schwierig, festzustellen, wie viele Kameras übrig sind, die nicht auf 0 abgeglichen sind, denn angesichts der vielfältigen Vorteile existieren sowohl LEICAS mit Wechselobjektiven, die von der Nummer her gar keine Wechselobjektive haben sollten, als auch solche, die individuell abgeglichen werden mussten, nachträglich aber umgebaut worden sind. Eines haben sie alle gemeinsam: die traditionelle Sperre auf Unendlich in Form des als "Hockeyschlägers" bezeichneten Metallwinkels fehlt den Exemplaren mit Wechselobjektiven.

 

 

Hinauf

Peter LAUSCH
Zuletzt geändert am  21
.11.2006

Rechtliches

 Wenn Sie mir schreiben wollen, tun Sie es doch!