© Leicashop Wien, 2007

 

Eine kleine Leicaausrüstung mit Leica IIIf aus dem Jahre 1954

Die Leica IIIf mit der Gehäusenummer 698679 wurde 1954 erzeugt.

Das an der Kamera angesetzte  Summicron 2/50 mm wurde damals an Stelle des Elmar 3,5/50 mm als Standardobjektiv allen jenen Käufern empfohlen, die ein lichtstarkes, universell verwendbares Normalobjektiv wünschten. Zur Ausstattung gehört auch ein UVa-Filter, das primär als Schutz der Frontlinse des Summicron (aus relativ weichem Glas) benützt wurde. Dennoch weist die Frontlinse einen auf der Abbildung nicht sichtbaren kleinen Kratzer auf. Solche Kratzer sind, wenn leicht, an sich unbedenklich und setzen die Abbildungsqualität in der Regel nicht merklich herab. Vorsicht ist dennoch geboten.

Zusätzlich erwarb der Eigentümer ein Summaron 3,5/35 mm und ein Elmar 4/90 mm - damals die übliche Ausrüstung mit (nach heutigen Begriffen) leichtem Weitwinkelobjektiv und einem Objektiv mit längerer Brennweite für das Heranholen von Details. Derartige Kombinationen wurden in den einschlägigen Fachbüchern seit den 30er-Jahren empfohlen.

Da der Sucher der IIIf lediglich ein recht stark verkleinertes Sucherbild liefert, und auch das nur für die Normalbrennweite von 50 mm, braucht man entweder einen speziellen Aufstecksucher für jede verwendete andere Brennweite, oder aber einen Universalsucher mit verstellbaren Sucherrahmen, wie er sich in diesem Fall auf der Kamera befindet. Dieser, mit dem Codewort VIOOH bezeichnete Sucher liefert ein aufrecht stehendes, seitenrichtiges Bild mit dem jeweils vom Benützer eingestellten Sucherrahmen.

Der Verkäufer erwartet sich für die Kamera im Zustand B+ und die drei Objektive insgesamt 1100 €. Angesichts der nicht unbedingt nach heutigen Gesichtspunkten attraktiven Objektive mit relativ geringer Lichtstärke ist das ein relativ hoher Preis, doch erzielen alte Leicas trotz des Siegeszugs der digitalen Fotografie auch heute noch relativ hohe Preise.  Aber die Erfahrung zeigt auch heute noch, im Zeitalter der digitalen Fotografie: hat man ein wenig Geduld, verkauft sich fast alles mit der Zeit, wenn auf den Geräten Leica draufsteht.

Von den fallweise bedeutend niedrigeren Preise bei Ebay darf man sich nicht täuschen lassen, es ist auch dort nicht alles Gold, was glänzt und viele Leute wollen ihr Geld auch heute noch erst ausgeben, wenn sie die Ware selbst in der Hand gehabt haben.

 

© PETER LAUSCH/2007
Erstellt am 21. März 2007

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