| 15. Teil: Nikon
F100 - Nikon D1 - F80 - F65
Nikon F100
Fast seit der Markteinführung der Nikon F als Profikamera hat es bei
der Nikon Corp. neben dem jeweiligen Profimodell auch Kameras sowohl für
den Massenmarkt und für "engagierte Amateure" gegeben. Die Unterschiede
bestanden nicht allein in den Eigenschaften und Möglichkeiten der
einzelnen Modelle, es bestand auch ein wesentlicher Unterschied im Preis
der Kameras. Der Preisunterschied zwischen der seinerzeitigen F4 und dem
gleichsam zweitbesten Modell, der F-801, war beträchtlich und dies hat
sich nicht geändert, als nach der Markteinführung der F5 die F90 und die
F90X angeboten wurden. Die F5 kostet halt leider je nach Ausführung
ungefähr das Doppelte einer F90X.
Seit Jahren schon verkauft sich die F5 bei den Profis ausgezeichnet und
kommt beim primären Abnehmerkreis, den Profis, sehr gut an. Mit der F5 hat
Nikon zweifelsfrei Terrain zurückerobert, das während der Produktionszeit
der F4 an die Firma Canon verloren gegangen war, nicht deshalb, weil die
F4 in irgendeiner Weise mangelhaft gewesen wäre, einfach deshalb, weil
Canon mit ihrem Spitzenmodell der EOS-Reihe eine besonders gelungene
Kamera anzubieten hatte. Eine Stufe tiefer kommt die F90X bei ihrem
Interessentenkreis ebenfalls noch sehr gut an. Nikon war auch mit der F60,
der Nachfolgerin der F50, gut im Geschäft und letztlich verkaufte sich
auch die F70 als abgespeckte Version der F90X ganz gut. Der F70 hat
allerdings das letzte Stündchen schon geschlagen - siehe unten. Das
Gleiche gilt wohl für die F90X - siehe ebenfalls weiter unten.
Was Nikon in den letzten Jahren fehlte, war dennoch ein Modell, das mehr
konnte als die doch schon ein wenig in die Jahre gekommene F90X und das
jedenfalls auch professionellen Ansprüchen im Hinblick auf langjährige
Haltbarkeit unter erschwerten Bedingungen gewachsen ist. Dieses Modell
soll die neue F100 sein.
Die äußere Ähnlichkeit der
F100 mit der F5
fällt jedem Betrachter auf den ersten Blick
auf. Dabei bleibt es aber nicht. Die F100
mit ihrem Gehäuse aus Magnesiumlegierung fühlt sich auch an wie die F5,
ganz anders als die F90X mit ihrem Gehäuse aus Polycarbonat. Ich weiß,
wovon ich schreibe, ich habe eine F90X.
Bei einer erst vor einiger Zeit auf den Markt gekommenen Kamera will ich
keine technischen Details aufzählen, sondern verweise auf die Kamera
selbst, die Sie ja bei besseren Händlern in die Hand nehmen können und auf
den ausführlichen Prospekt und die ebenso ausführlichen, aber natürlich
nicht auf Hochglanzpapier "wertig" gedruckten Seiten der jeweiligen
Generalvertretung im Internet, in
Österreich
und in Deutschland
ebenso wie in der
Schweiz mit jeweils einer eigenen
Website. Ich möchte bloß, ein wenig unsystematisch meine Eindrücke bei der
Benutzung der F100 wiedergeben.
Natürlich ist bei der F100 eingespart worden gegenüber der F5. Sonst wäre
der Preisunterschied zwischen beiden Modellen nicht möglich. Mir scheinen
aber die Einsparungen für die meisten Benutzer letztlich nicht
entscheidend.
Eingespart worden ist die bei der F5 vorhandene Berücksichtigung der
Motivfarbe bei der 3D-Matrixmessung; die F100 hat die bisher übliche
Variante der Matrixmessung. Eingeschränkt sind die Möglichkeiten des
motorischen Filmtransports; braucht man aber unbedingt 7 Bilder/s bei
nachgeführtem Autofokus, nützt auch die F5 nichts, dann muss es schon eine
Canon EOS 3 mit Booster sein. Dass der Sucher keinen Okularverschluss hat,
kann man verschmerzen, in der Praxis genügt oft ja ein Finger zum
Abdunkeln.
Nach wie vor sind jedoch bei Blitzaufnahmen alle Möglichkeiten der
TTL-Blitzsteuerung möglich, wobei die kürzeste Synchronzeit 1/250s
beträgt, nicht aufregend, aber klassenüblich. Natürlich ist mit geeigneten
Blitzgeräten auch Kurzzeitsynchronisation möglich (bis 1/4000s). Und zum
Unterschied von der F5 erfolgt in der F100 die Matrix-Belichtungsmessung
auf Grund der Messergebnisse von insgesamt 10 Belichtungszonen. Auch mit
der F100 sind Belichtungsreihen möglich. Standard ist, dass man
Belichtungsreihen aus 2 oder 3 Bildern mit frei gewähltem
Belichtungsunterschied auswählen kann, bei insgesamt 3 Aufnahmen also eine
Aufnahme im Bereich Überbelichtung und die andere im Bereich
Unterbelichtung, wenn möglich, auch noch mit frei gewählten Unterschieden
in der Belichtung (1/3, ¼ Blende etc.).
Die F100 kann ein wenig mehr. Weiß man ohnehin, dass die Aufnahme von der
Kamera wahrscheinlich unterbelichtet wurde, kann man auch eine
Belichtungsreihe mit bis zu 3 Aufnahmen mit unterschiedlicher
Überbelichtung einstellen. Ein wenig verwirrend sind die
Individualfunktionen, von denen es 21 Stück gibt. Man muss sie nicht
verwenden, man muss nicht alle verwenden und von denen, die es gibt, kann
man sich jene Funktionen aussuchen, die man verwenden will. Ganz praktisch
scheint mir die Möglichkeit, durch den sogenannten leichten Druck auf den
Auslöser einen Belichtungswert zu speichern und später mit diesem Wert die
Aufnahme zu machen, ohne dass man fortwährend den Auslöser leicht (halb)
gedrückt halten muß. Aber die persönlichen Vorlieben sind verschieden, Sie
würden sich vielleicht andere Funktionen aussuchen.
Und was die Größe betrifft: die Kamera ist kaum größer als die F90X, sie
ist mit 800g (Gehäuse) wesentlich leichter als die F5. Sie wird schwerer,
wenn Sie den empfehlenswerten Griff mit seinem praktischen
Hochformatauslöser und mit üblichen Batterien LR6 oder aber Mignonzellen
auf Lithiumbasis FR6 einsetzen. Nicht nur liegt die Kamera mit diesem
Griff besser in der Hand, die zusätzlichen Batterien lassen den Motor auch
schneller werkeln, sodass er statt max. 4,5 fast 5 Bilder/s leistet –
manche Leute brauchen das. Dieser zusätzliche Batterieteil namens MB15
kostet allerdings, ca. 450 DM. Billiger kommen Sie, wenn Sie gleich das
Modell F100 Professional kaufen, da ist der Batterieteil bereits dabei.
Ich denke mir, mit der F100 hat Nikon ein sehr Erfolg versprechendes neues
Modell im Stall. Die eigentlichen Profis werden sie kaufen, weil die F100
für viele Zwecke ebenso leistungsfähig ist wie die F5, wenn auch
vielleicht nicht so haltbar. Vor allem aber werden viele Amateure sie
kaufen, falls sie genügend Geld haben, aber nicht so viel, dass sie es für
eine F5 ausgeben wollen, deren Robustheit sie nicht ausnützen können.
Den vorstehenden Absatz habe ich 2002
geschrieben.
Heute würde ich mich so nicht mehr
ausdrücken. Denn inzwischen wissen wir ja alle, was geschehen ist: die
digitalen Spiegelreflexkameras haben nicht nur bei den Profis, sondern
auch bei den Amateuren, den Siegeszug angetreten und alle großen Firmen
haben diesen Trend aufgegriffen und werfen immer leistungsfähigere und im
Übrigen auch preiswertere digitale SLRs auf den Markt. Wer wollte da noch
eine F100 kaufen?
Nikon D1
SLRs von Nikon mit digitaler Bildverarbeitung gibt es schon lange. Im
Jahre 1995 erschienen die beiden Zwillinge E2/E2s, wurden 1996 zur E2N/E2n
verbessert und seither zur
E3/E3s
weiterentwickelt. In dieser neuesten Ausführung ermöglichen sie Aufnahmen
mit 1,280x1000 Pixel, sind mit ihren 1,5 MB großen Bildern allerdings
gegenüber den Digitalkameras für den Massenmarkt trotz der F-Bajonetts und
der Verwendbarkeit der Nikkor-Objektive nicht mehr recht konkurrenzfähig.
Mit der
D1
brachte Nikon ab Herbst 1999 auch hierzulande eine neue
Digital-SLR
für den professionellen Einsatz auf den
Markt. Sieht man die D1, könnte man sie mit F5 oder speziell mit der F100
verwechseln, von der sie sich durch ein etwas höheres Gehäuse schon auf
den ersten Blick unterscheidet. Mit ihrem 2,74-Megapixel-Chip ermöglichte
sie Profis, namentlich im Bereich der Pressefotografie ein ausreichend
großes und scharfes Format ihrer Bilder, das für übliche Pressefotos wohl
ausreichen dürfte. Mit der Auflösung des Chips im Vergleich mit
herkömmlichem fotochemischem Film ist es nicht so weit her. Durch die
Verwendung des TIFF-Formats für die Bildspeicherung mit verlustfreier
Kompression (im Unterschied zum JPEG-Format) sowie des speziellen
RAW-Formats werden jedoch weit bessere Ergebnisse erreichbar als mit
Digitalkameras für den Amateurmarkt (allerdings ist auch hier die
Entwicklung im Fluss).
Im übrigen bietet die D1 von der Belichtungsmessung her im Wesentlichen,
was Benutzer einer F5, F100, F90X etc. ohnehin gewöhnt sind. Auch der für
die Kamera angebotene spezielle Systemblitz garantiert ein einwandfreies
Zusammenarbeiten mit der Kamera unter Verwendung der bekannten
Blitztechniken. Durch die andere Funktionsweise bedingt, ist jedoch bei
Blitzaufnahmen eine kürzeste Synchronisationszeit von 1/500s
möglich. Möglich sind auch Serienaufnahmen mit 4,5 Bildern/s bei bis zu 21
aufeinander folgenden Aufnahmen.
Vergleichbar mit den genannten Kameras von Nikon ist auch die
Autofokuseinstellung der D1.
Durch die Verwendbarkeit der Objektive für das Nikon-System wird der
finanzielle Aufwand einigermaßen verringert, weil die vorhandene
Ausrüstung weitgehend weiterverwendet werden kann. Da der Chip jedoch eine
nutzbare Fläche von nur 23,7 x 15,5 mm hat (also ein entsprechend
kleineres Bild im Vergleich zum herkömmlichen Kleinbildformat aufzeichnet)
ergibt sich, ähnlich wie beim APS-Format bei Verwendung von
Kleinbildobjektiven eine (scheinbare) Brennweitenverlängerung: bei
Nikkoren an der D1 um den Faktor 1,5.
Nikon liefert daher nunmehr ein spezielles neues Objektiv: das AFS 17-35mm
F/2.8 ED-IF, das praktisch frei sein soll von chromatischer Abberation,
zum Unterschied von dem natürlich auch verwendbaren Nikkor 20-35mm f/2.8.
Freiheit von chromatischer Abberation bedeutet ganz einfach schärfere
Bilder mit besserer Farbsättigung und höherem Kontrast. Das neue Objektiv
entspricht vom Bildwinkel her einem gängigen 25-50mm für den klassischen
Kleinbildfilm.
Der eigentliche und entscheidende Vorteil der D1 gegenüber herkömmlichen
Kameras liegt meiner Meinung nach in der sofortigen Verfügbarkeit der
aufgenommenen Bilder und in ihrer leichteren Versendbarkeit. Lange vorbei
sind die Zeiten, wo die Aufnahmen schnell entwickelt und vergrößert und
sodann gefaxt werden mussten; vorbei sind auch die Zeiten, wo die
entwickelten Filme eingescannt und dann per e-mail an Presseagenturen oder
Redaktionen versendet wurden.
Rasch schreitet die Entwicklung voran.
Längst schon ist die Nikon D1 obsolet geworden und die Kamera ist im
Gebrauch nicht mehr konkurrenzfähig. Ich hoffe, Sie haben keine, denn zu
einem angemessenem Preis verkaufen können Sie sie auch nicht. Ob digitale
Kameras jemals ein Sammelgebiet werden, ist übrigens in Sammlerkreisen
umstritten.
Eine kurze Darstellung der Nikon
Digitalkameras für Profis auf der Basis der Nikon SLRs finden Sie
hier.
Aber zurück zu den Kameras für fotografische Filme.
Nikon F80
Seit Anfang Juni 2000 ist die neue F80 erhältlich. Sie entspricht in
vielem der F90X und ist in manchem sogar einfach besser ausgestattet als
die ältere F90X, die sie wohl irgendwann einmal ablösen wird, ist doch die
F90X die älteste Kamera im Modellprogramm, von der ehrwürdigen Nikon F3
abgesehen, die seit Frühjahr 2001 nicht mehr erzeugt wird.
Auch bezüglich der F80 verweise ich anstelle ellenlanger Ausführungen auf
die Internetseiten der Nikonvertretung in Ihrem Land.
Man wird ja sehen, wie sich das
neue Modell gegen die Konkurrenz der gleichartigen Modelle von Canon
durchsetzen wird, dem schon seit längerem unangefochtenen Marktführer.
Ich habe mit einer Nikon F80 fotografiert. Mir hat besonders gefallen,
dass auch Nikon seine SLR nunmehr mit kleinen Blitzgeräten ausstattet -
mein Gott, die Leitzahl ist ja nicht berühmt, aber zum Aufhellen von
Schatten reicht es und wem das zu wenig ist, dem bleibt es unbenommen, ein
großes Blitzgerät mit herumzuschleppen. Und noch etwas hat mir gefallen:
die Möglichkeit des "automatic bracketing" auf Neudeutsch, will heißen,
nach entsprechender Einstellung an der Kamera automatisch mehrere
Aufnahmen hintereinander mit voneinander abweichenden Belichtungsdaten zu
machen. Ganz praktisch für Sonnenuntergänge und Gegenlichtaufnahmen etc.,
alles Aufnahmen, die nicht immer optimal belichtet werden, was immer auch
in den Prospekten Gegenteiliges steht. Bei der F80 für den Amateurmarkt
ist diese Möglichkeit in die Kamera eingebaut, noch bei der F90X brauchte
man dazu das extra käufliche Rückteil MF-26, mit einer
Bedienungsfreundlichkeit, die sich nur ein Japaner ausdenken kann.
Nikon F65
Seit Weihnachten 2001 wird in Europa auch die Nikon F65 verkauft, als
Einstiegsmodell ein Mittelding von F80 und F60; eine recht vielfältige
Kamera mit einer verteufelten Ähnlichkeit in Aussehen und Eigenschaften
mit den entsprechenden Modellen der Konkurrenz. Hier bildet sich eine Art
Einheitsstil heraus und der Hersteller ist auf Anhieb nur am Namensschild
erkennbar.
Da dies aber eine Geschichte der Firma Nikon und ihrer Systemkameras sein
soll, sage ich nichts weiter und verweise statt dessen auf die
einschlägigen Websites der Generalvertretungen von Nikon mit allen
wissenswerten Details - und in der gebotenen Bescheidenheit auf eine
eigene
Webseite von mir.
*
Mit der Nikon F65 und somit Ende 2001 schließt meine
kleine Geschichte der Firma Nikon.
Warum Ende 2001?
Einfach: Weil dies eine Geschichte der Sucherkameras
mit Wechselobjektiven und der Spiegelreflexkameras für Film ist und keine
mehr oder minder offenkundige Werbung für die Firma.
Was die heute lieferbaren Kameras betrifft, so könnte
ich auch nur die einschlägigen Prospekte abschreiben - die aber sind in
Farbdruck schöner anzusehen im Original und nicht in meiner Nacherzählung.
Irgendwann endet die Geschichte und wird zur Gegenwart.
Über die will ich hier nicht schreiben.
Sollten Sie sich vom Anfang an bis hierher durchgelesen
haben: ich bewundere Sie für Ihr Interesse und für den Langmut, mit dem
Sie meine Ausführungen ertragen haben.
Ich wünsche Ihnen noch viel Freude mit den prächtigen
Kameras von Nikon!
Nachtrag:
Die Kompatibilität der Objektivanschlüsse
Lange Zeit war die Verwendbarkeit alter Objektive von Nikon an neuen
Kameras geradezu eine heilige Kuh, über welche professionelle Beschöniger
in höchsten Tönen gejubelt haben. Wie auch immer, ein Körnchen Wahrheit
steckt schon hinter dem Jubel: das eigentliche Bajonett ist seit der Nikon
F nicht geändert worden, aber das heißt noch lange nicht, dass Sie jedes
heute erhältliche Objektiv an einer Nikon F klaglos und einwandfrei
verwenden können. Es heißt insbesondere nicht, dass Sie ein altes Objektiv
aus 1960 an einer Nikon von heute klaglos verwenden können, oder überhaupt
an einer vergleichsweise jungen Nikon.
Wie ich schon geschrieben habe, nicht alle Objektive mit der klassischen
gabelförmigen Kupplung für den Belichtungsmesser ließen sich überhaupt auf
den 1977 eingeführten AI-Anschluss umbauen; meine jedenfalls nicht, da zu
alt (aber auch zur Nikon F gekauft). Natürlich ließen sich die damals
neuen AI-Objektive an der Nikon F verwenden - ohne Belichtungsmessung. An
den neuen Kameras wurde anfangs ein eigener Blendenmitnehmer für die alten
Objektive eingebaut - lange vorbei.
An der Nikon F5 sind meine alten Objektive nicht einmal mehr mechanisch
anschließbar, obgleich das Bajonett nicht geändert wurde. Umgekehrt sind
die AF-I Objektive ab 1996 nur mehr an der F4, der F5 und der F90X mit
Autofokus verwendbar, wenngleich sie immerhin angeschlossen werden können.
Wer kauft sich schon sündteure AF-I Objektive? Das 2,8/300 IF ED etwa? Der
Mangel ist für die meisten von uns wohl verschmerzbar.
Kritisch wird es mit den neuen Objektiven der G-Reihe, die auf den
Amateurmarkt zielen. Das erste einer wohl immer länger werdenden Reihe ist
das G 4,0-5,6/70-300. Mangels einer eigenen mechanischen
Blendeneinstellung am Objektiv ist es schon an der überall erhältlichen
F90/F90x und der immer noch fabrikneu käuflichen F70 mit Zeitautomatik und
manueller Belichtungsmessung nicht mehr einsetzbar, aber - und schon
wieder sind die Beschöniger an Werk, immerhin anschließbar ans Gehäuse.
1959 hat zwar Nikon ein Bajonett mit einem auch heute noch ausreichenden
Innendurchmesser von 46 mm gewählt, aber die neu auf den Markt gebrachten
Objektive erhalten immer mehr elektrische Kontakte, sodass sie zunehmend
an älteren Gehäusen nicht mehr verwendet werden können - oder aber nur mit
Einschränkungen.
Sollten Sie daher ein älteres Modell besitzen, heißt es vor dem Kauf genau
prüfen, ob das neue Objektiv auch wirklich an die Kamera passt und mit ihm
alle Funktionen möglich sind, ob vor allem die Belichtungsmessung bei
Offenblende funktioniert.
Und wenn Sie sich ein neues Objektiv, vor
allem aus der G-Serie, kaufen wollen, prüfen Sie ja nach, ob dieses
Objektiv auch tatsächlich an Ihrer Nikon-Kamera verwendet werden kann.
Dies ersehen Sie aus der Gebrauchsanleitung zum Objektiv; allenfalls
erfahren Sie das Nötige auf der Website Ihrer jeweiligen Nikon-Vertretung.
Als kleine Hilfe zur Feststellung
allfälliger Inkompatibilitäten verweise ich
auf diese Seite.
Wahr ist natürlich auch, dass Minolta und Canon seinerzeit ganz neue
Objektivanschlüsse vorsahen, als sie mit AF-Kameras auf den Markt kamen.
Wahr ist, dass es zu den bisherigen Kameras von Kyocera (Contax) keine
neuen Objektive mehr geben wird, ja, dass die vorhandenen Objektive zu den
Contax-SLR nicht einmal umgebaut werden können. Das mag wenig ausmachen,
denn ach, die Firma Kyocera gibt die Produktion der Contax-Kameras auf.
Wahr ist, dass Minolta langsam
einführt, was Nikon mit den D-Objektiven schon seit Jahren vorzeigt: die
Berücksichtigung der Entfernungseinstellung bei der
Blitzbelichtungsmessung.
Aber Nikon?
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Zuletzt
bearbeitet: 7. Juli 2005
© 2005 / Peter Lausch
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