PETER LAUSCH
Creevelea Abbey bei Dromahair

 

 

Autofahrer,    Die Creevelea Abbey soll die letzte Abtei sein, die für den Orden der Franziskaner in Irland vor der Auflösung der Klöster durch König Heinrich VIII. errichtet worden ist. Sie wurde 1508 von einem Tiernan O'Rourke und seiner Gemahlin gestiftet. 1536 soll sie durch Unvorsichtigkeit abgebrannt sein, wurde jedoch wieder aufgebaut. 1590 wurden die Franziskaner im Zuge militärischer Auseinandersetzungen der O'Rourkes und der Briten von diesen vertrieben - man sagt, das Kirchenschiff sei als Stall verwendet worden. 1601 konnten die Franziskaner wieder zurückkehren, das Kloster wurde repariert und wurde bis 1642 benutzt, als sie von den Truppen Cromwells vertrieben wurden. Einige der Mönche kehrten allerdings wieder zurück, als die Soldaten weitergezogen wurden - das Kloster wurde als solches weiter benutzt. Ende des 17. Jahrhunderts wurde das Kloster endgültig aufgegeben und verfiel allmählich.

Wie das Kloster um 1600 ausgesehen haben dürfte, zeigt die obenstehende Abbildung, wie es heute aussieht, zeigen die beiden nachfolgenden Bilder.


Das Südfenster des Kirchenschiffs


Eine Ansicht des Kreuzganges

Bemerkenswert sind die Ruinen wegen des schön erhaltenen Ostfensters des Kirchenschiffs und wegen des noch recht gut erhaltenen Kreuzganges, der allerdings deutliche Spuren der Restaurierung zeigt.

Die Ruinen werden auch heute noch als Friedhof benützt und einzelne Gräber werden auch heutzutage noch belegt, so wie dies bei vielen anderen Ruinen von Klöstern in Irland auch der Fall ist.

Ein Besuch lohnt sich wegen des relativ guten Erhaltungszustandes; ein Besuch lohnt aber auch, weil er die Möglichkeit bietet, sich in das der Beschaulichkeit gewidmete Leben der Mönche inmitten einer weitgehend menschenleeren Landschaft einzufühlen.

Das Kloster ist leicht zu finden: entweder zu Fuß von Dromahair aus in einer Allee aus immergrünen Bäumen neben dem Flüsschen Bonet oder aber per Auto: ca. 1 km westlich Dromahair von der nach Sligo führenden R287 abbiegen und den Wegweisern folgen. Gegenüber den Ruinen ist in den letzten Jahren ein großer Friedhof neu errichtet worden mit reichlich Parkplätzen. Lediglich die Zufahrt ist ein wenig schmal.

 
Erstellt:
10. August 2011
© 2011/Peter Lausch

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