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Inhalt
Einleitung
AHNEN
URLEICA
LEICA
I
Compur-
LEICA
LEICA II
Standard-
LEICA
LEICA
III,
IIIa IIIb,
IIIc,
IIId etc.
LEICA
IIIf
LEICA IIIg
LEICA
M3
LEICA
M2
LEICA M1
LEICA
M4
LEICA
M5
LEICA
M6
Ausklang
1931
mit
der LEICA
fotogra-
fieren
Bedienung
einer Schraub-
LEICA
Kauf
einer
gebrauch-
ten LEICA?
Literatur
Hochmut
|
Warum
gibt es diese Seite?
Heutzutage klappt
man die Rückwand seiner Kamera auf, legt die Patrone ein, zieht den
Film aus der Patrone quer über das Bildfenster bis zu einer Markierung,
schaut, dass er flach liegt und schließt die Rückwand. Der Kameramotor
schaltet sich ein, transportiert den Film bis zur ersten Aufnahme, im
Sucher oder im Monitor auf der Deckplatte sehen Sie ein Symbol für die
Filmpatrone und die Zahl 1, nichts blinkt, nichts zirpt - der Film ist
einwandfrei eingelegt, die Kamera ist bereit zum fotografieren.
Und am Filmende? Die
Kamera spult den vollständig belichteten Film motorisch und gegebenenfalls
Geräusche von sich gebend, in die Patrone zurück. Sie brauchen ihn
bloß bei geöffneter Rückwand zu entnehmen. Den Rest erledigt der
Fotohändler, oder die Drogerie.
Ich will Sie nicht
ärgern. Ich weiß, und Sie wissen, wie man einen Film einlegt und wie
man ihn bei modernen Kameras auch wieder herausnimmt. Sie sollten sich
nur vergewissern, wie einfach dieser Vorgang heutzutage ist, bevor Sie
weiterlesen.
Denn die Leica war
schon immer ein wenig anders als die anderen.
Daher will ich Ihnen
Schritt für Schritt am Beispiel einer LEICA IIIg beschreiben, wie Sie
den Film einlegen, wie Sie Aufnahmen machen, wie Sie den Film
zurückspulen und wie Sie dabei alles richtig machen. Bedenken Sie auch,
dass der Vorgang des Filmeinlegens jedoch für alle LEICAs mit
Schraubgewinde gleich ist. Was ich bezüglich der IIIg diesbezüglich
schreibe, gillt somit auch für die anderen Schraubleicas.
Erste
Schritte
Also: Am besten
setzen Sie sich an einen Tisch und legen Ihre LEICA in Aufnahmehaltung
auf denselben. Von oben sehen Sie schon die wichtigsten
Bedienungselemente.
Mit dem Drehknopf
links spulen Sie den Film in die Patrone zurück, wenn Sie alle
Aufnahmen gemacht haben oder den Film zwischendurch wechseln wollen. Mit
dem drehbaren Hebel darunter stellen Sie den Dioptrienausgleich ein,
wenn nötig.
Im erhabenen Gehäuse
rechts davon befindet sich der Sucher und der Entfernungsmesser. Auf dem
Gehäuse ist der Zubehörschuh angebracht. Vor dem Zubehörschuh sehen
Sie die Gehäusenummer. An Hand dieser Nummer können Sie das Alter
Ihrer Kamera feststellen, denn im Internet finden sich entsprechende
Verzeichnisse der Fertigungsnummern. Meine LEICA IIIg hat die
Gehäusenummer 980 810 und stammt aus dem Jahre 1955. Am Drehknopf
daneben stellen Sie die Verschlusszeit ein, indem Sie die passende Zahl
(in Sekundenbruchteilen mit Ausnahme der 1, die für eine ganze Sekunde
steht) der schwarzen Strichmarke auf der rechten Schiene des
Zubehörschuhs gegenüberstellen. Bei allen Schraubleicas sollten Sie
sich angewöhnen, vor der Einstellung einer Verschlusszeit vorher den
Film weiter zu transportieren (und damit den Verschluss zu spannen).
Wollen Sie eine andere Verschlusszeit einstellen und haben den Film
schon weitertransportiert, heben Sie den Drehknopf ein wenig an und
drehen; lassen Sie ihn bei passender Einstellung los, rastet er ein und
Sie haben die gewünschte und hoffentlich auch passende Belichtungszeit
eingestellt. Mit diesem Drehknopf stellen Sie nur die Zeiten ab 1/30 sec
bis 1/1000 sec und B ein. Außerdem benützen Sie ihn zur Einstellung
der richtigen Blitzsynchronisation. Das rote Blitzsymbol (neben der
Einstellung auf 1/30 sec ist für Birnchenblitze, das schwarze
Blitzsymbol entspricht 1/50 sec und wäre bei Elektronenblitz
einzustellen). Auf diesem Knopf finden Sie auch die Einstellung für B
(bei älteren Modellen der LEICA statt dessen ein Z für Zeit).
Die langen Zeiten von 1/30
bis 1 sec stellen Sie mit dem Drehknopf darunter, an der Vorderseite des
Gehäuses ein - aber nur, nachdem Sie mit dem Drehknopf auf der
Oberseite vorher die Einstellung 30-1 gewählt haben. Ältere Modelle
haben noch die alte, deutsche, Abstufung der Belichtungszeiten, daher
finden Sie bei ihnen das Kürzel: (1/)25 - 1 sec. Diesen Langzeitenknopf
an der Gehäusevorderseite müssen Sie notfalls durch Druck mit dem
Daumennagel auf eine kleine Erhebung oben entriegeln, um ihn drehen zu
können, z. B. an der IIIg.
Gleiches gilt, wenn Sie eine IIIc oder IIIf
vor sich haben; bei den früheren Modellen fehlt dieser Druckknopf.
Wollen Sie unbedingt 1/7 sec. einstellen, Sie können! Bei den langen
Zeiten sind nämlich auch Zwischenzeiten einstellbar. Auf diesem Ring
finden Sie auch die Einstellung für T. Bei Einstellung auf T bleibt
nach Druck auf den Auslöser der Verschluss so lange offen, bis Sie den
Drehknopf auf eine andere Einstellung drehen. T finden Sie bei modernen
Kleinbildkameras kaum mehr.
Für Jüngere von Ihnen ungewohnt: der
Zeitenknopf auf der Oberseite (für die kurzen Zeiten) dreht sich beim
Auslösen des Verschlusses. Berühren Sie ihn nicht bei der Auslösung!
Die moderne Art der Zeiteinstellung, bei der sich der Zeitenknopf nicht
dreht, finden Sie bei LEICAs erst ab der Einführung der M-Leicas mit
der M 3.
Rechts davon finden
Sie auf dem abgestuften Gehäuseteil hinten den Auslöser mit einer
Manschette, in die ein speziell geformter Drahtauslöser eingeschraubt
werden kann. Den von Leitz findet man kaum mehr; die Nippon Kogaku K. K.
hat für ihre älteren Kameramodelle eine gleichartige Lösung gewählt
(das heißt, kopiert), sodass Sie auch einen leichte erhältlichen
Nikon-Drahtauslöser verwenden können. Wie auch immer, er muß die
sogenannte Leica-Glocke aufweisen, sonst passt er nicht an die Kamera.
Bei einem Versender aus Süddeutschland bekommen Sie für einige Euros einen Drahtauslöseradapter auf die Leica-Glocke.
Auf dem eigentlichen Auslöser finden Sie einen schwarzen
Punkt. Er dreht sich beim Filmtransport mit und zeigt damit an, dass der
Film einwandfrei transportiert wird (das sehen Sie aber auch, wenn Sie
dabei den Rückspulknopf links beobachten).
Vor dem Auslöser
finden Sie einen Hebel mit einer Pfeilmarkierung auf dem Oberteil. Bei
Stellung A nehmen Sie auf, bei Stellung R können Sie den Rückspulknopf
herausziehen und den Film zurückspulen (die Rückspulsperre ist dabei
entriegelt).
Mit dem Drehknopf
rechts transportieren Sie den Film nach jeder Aufnahme weiter, indem Sie
in Pfeilrichtung drehen. Dabei dreht sich das Filmzählwerk jeweils um
einen Teilstrich weiter.
In Aufnahmehaltung
rechts vom Objektiv finden Sie unterhalb des Langzeitenknopfes den
Selbstauslöserhebel. Bei aufgezogenem Verschluss drehen Sie diesen
Hebel nach rechts unten und lösen sodann durch Druck auf den kleinen
Knopf neben dem Hebel (auf dem Foto durch den Pfeil gekennzeichnet) den
Selbstauslöser mit einer Vorlaufzeit von 10 Sekunden aus.
Bleibt noch das
Objektiv. Auf den Abbildungen ist meine IIIg mit einem russischen
Jupiter-8 mit den Daten 2/50mm ausgestattet - ein Sakrileg für alle
Liebhaber einer LEICA, ich weiß es ja, aber ich bin mit der Leistung
des Objektivs hoch zufrieden und dank Schraubgewinde passt es
anstandslos an die LEICA. Vom Gehäuse nach vorne sehen Sie die Skala
für die Tiefenschärfe (fix), die naturgemäß drehbare Skala für die
Entfernungseinstellung und vorne die Blendenskala. Die Sonnenblende
vorne ist weder russisch noch original, sondern von Heliopan und
erfüllt ihren Zweck.
Auf der Rückseite
des Kameraoberteils finden Sie einerseits den Synchronkontakt für
Blitzgeräte mit Kabelanschluss bzw. mit entsprechendem Adapter. Daneben
finden Sie den geteilten Suchereinblick. Die größere, innere, Öffnung
ist der eigentliche Suchereinblick. Im Sucher sehen Sie zwei Bildrahmen,
den für das Normalobjektiv und den kleineren in der Mitte für die
Brennweite 90mm. Einen Sucherrahmen für ein Weitwinkelobjektiv suchen
Sie vergeblich, gibt es nicht. Ohnehin ist die IIIg die einzige
Schraubleica mit mehr als einem Sucherrahmen, noch dazu erstmals mit
Parallaxenausgleich. Die Sucherrahmen werden mit Hilfe des kleinen
viereckigen Fensters neben dem Sucherausblick auf der Vorderseite
eingespiegelt., während die runden Fenster rechts und links davon der
Entfernungsmessung dienen.
Wollen Sie die Entfernung mit Hilfe des mit
dem Objektiv gekuppelten Entfernungsmessers einstellen, blicken Sie
durch die kleinere Öffnung auf der Hinterseite und sehen eine
eineinhalbfach vergrößerte Wiedergabe des Sucherbildes (in Wahrheit
des Zentrums desselben) und eine zweite, verschobene Version, die Sie
durch Drehen der Entfernungseinstellung zur Deckung bringen. Das haben
Sie getan? Dann haben Sie scharfgestellt! Blicken Sie jetzt daneben
durch den eigentlichen Sucher, komponieren Sie Ihr Bild und lösen Sie
aus. Sie haben eine Aufnahme gemacht! War die Belichtungszeit kurz genug
und die Blende den Lichtverhältnissen entsprechend richtig eingestellt,
haben Sie eine nicht verwackelte und richtig belichtete Aufnahme
gemacht.
Abschließend weise
ich noch auf die Filmarten- und empfindlichkeitsskala auf der
Gehäuserückseite hin. Sie entspricht der der M-LEICAS und ist ebenso
funktionslos. Falls Sie sich die Empfindlichkeit des eingestellten Films
partout nicht merken, ist sie aber ganz nützlich.
2.
Teil der Beschreibung
(Filmeinlegen, Fotografieren)
©
Peter Lausch
Zuletzt geändert am 21. März 2003
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