PETER LAUSCH
BALLYVAUGHAN

 


An der Abzweigung der R477 nach Fanore von der N67
mit dem bei Touristen sehr bekannten und beliebten Wegweiser

 

Ballyvaughan, 16 Kilometer nordöstlich Lisdoonvarna an der N67, ist ein kleiner, schön gelegener Ort mit einem heute bedeutlungslosen Hafen: im 19 Jahrhundert, bevor die N67 gebaut wurde, war dieser Hafen wichtig, weil von hier aus am einfachsten Galway – per Schiff – erreicht werden konnte.

Heutzutage ist der Ort vor allem für Touristen interessant: er hat eine Reihe von kleinen Hotels aller Preisklassen, eine Menge Frühstückspensionen und vor allem, er bietet sich als Quartier für jene an, die die Landschaft und die kulturellen Denkmäler des Burren kennenlernen wollen.

Knapp außerhalb Ballyvaughans könnte man, Richtung Osten von  der N67 aus die Ruine der Drumcreehy Church inmitten des Friedhofs besichtigen, oder, 100 Meter weiter östlich, nach links auf einer schmalen Straße zum Bishopsquarter Beach fahren, sozusagen dem <Hausstrand> von Ballyvaughan.

Und ein kleines Stück weiter bietet sich eine Besichtigung der Corcomroe Abbey an, einer schön gelegenen Zisterzienserabtei inmitten einer im Mittelalter sicherlich völlig einsamen Landschaft – auch heute sieht man von den Ruinen aus nur 1 oder 2 Häuser in der Ferne. 

Nach ein paar weitere Kilometern Autofahrt auf der N67 ist Kinvara erreicht, selbst ein hübsch anzusehender Ort mit dem Dunguaire Castle in Sichtweite.   Und hat man die Abtei besichtigt und von Ruinen genug, könnte man auf einsamer Straße durch schöne Steinformationen mit prächtiger Aussicht auf die unwirtliche Landschaft Richtung Carran fahren, und sowohl den Temple Cronan besichtigen (freilich wieder eine Ruine) oder aber wahlweise zur Burren Perfumery fahren, eine sehenswerte Parfümerie, in der nur die einheimischen Kräuter zur Essenzherstellung verwendet werden.

In Ballyvaughan selbst kann man die Ailwee Cave besichtigen, eine erst 1944 zufällig entdeckte 600 Meter lange Höhle im Kalkstein, die gegen Entgelt besichtigt werden kann – als Beispiel für die vielen, leider weit weniger zugänglichen und für Besucher ausgebauten Höhlensysteme des Burren.

Vor allem aber kann man von Ballyvaughan aus den Burren besichtigen: zum Beispiel auf der R480, an den Ailwee Caves vorbei, nach Süden zum Poulnabrone Dolmen und dem Steinfort von Caherconnell und Leamanegh Castle, und von hier auf der R476 Richtung Lisdoonvarna über Kilfenora mit seiner Kirche (Ruine) aus dem 12. Jahrhundert und einer kleinen Ausstellung zur Geschichte des Burren. Und von Lisdoonvarna aus (an sich eine Besichtigung wert) bietet sich die Fahrt auf der R477 entlang der Felsküste Richtung Fanore an, mit vielen schönen Aussichtspunkten entlang der ganzen Strecke bis nach Ballyvaughan zurück, nicht zu vergessen den langen, schönen Sandstrand von Fanore.

Sie sehen schon: Ballyvaughan ist durchaus einen Aufenthalt wert.

Manche Hotels scheinen freilich schon nach ein paar Jahren wieder eingegangen zu sein. Seien Sie nicht enttäuscht, wenn Sie im Burren Coast Hotel kein Zimmer übers Internet buchen können, obgleich die Seite keinerlei Hinweis auf die Verhältnisse gibt (Stand: Frühsommer 2011).

 


Blick auf die Hauptstraße vom oben gezeigten Wegweiser aus.
An der Straßenecke ein durchaus preiswertes Hotel (eigentlich B&B)

 


Ladenfronten auf der Hauptstraße von Ballyvaughan

 


Der älteste Pub im Ort (an der Straße nach Fanore, ehe man zum Hafen kommt)
mit alten Flaschen und Kassenbuch von 1887 im Schaufenster


Blick auf Gregan's Burren Bar an der Kreuzung mit dem Wegweiser

 


Thatched Cottage der alten Art


Thatched Cottages auf Neu - und als Ferienhäuser zu mieten, am Hafen


Und gar nicht zu mieten, sondern ein normales Wohnhaus an der R477

 
Erstellt:
23. August 2011
© 2011/Peter Lausch

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