PETER LAUSCH
Aasleagh Waterfall

Autofahrer, Irland ist
Vieles; eines ist es nicht: das Land der Wasserfälle. Freilich, es gibt
schon einige, teils in entlegenen Teilen des Landes, wo kein Tourist
hinkommt, falls er sich nicht verirrt. Es gibt einen durchaus
ansehnlichen auf dem Gelände von Powerscourt in der Nähe von Dublin, es
gibt den Wasserfall von Glencar, über den der Nobelpreisträger Yeats ein
Gedicht geschrieben hat und der in der Nähe einer auch für Reisebusse
befahrbaren Straße liegt - daher ist er ein Anziehungspunkt für
Gruppenreisende, die nach Sligo kommen.
Und es gibt diesen hier:
Aasleagh Falls bei Leenane. Leichte Erreichbarkeit per PKW oder Bus oder
Rad von Leenane aus, und nach größeren Regenfällen ist er durchaus
ansehnlich, wenn auch nicht gerade hoch. Regnet es freilich eine Woche
lang nicht oder nur wenig, dann fällt zwar das Wasser des Flusses Erriff
genau so ins darunter fallende Becken, aber ach, es ist dann kümmerlich
wenig. Hat der Tourist Glück, findet er dennoch ein durchaus
ansprechendes Motiv wie hier:

Der Wasserfall von
Aasleagh ist ganz leicht zu finden: an der Grenze der Counties Mayo und
Galway, knapp außerhalb von Leenane, zweigt nach Norden die schmale R335
von der N59 ab. Nach einem Kilometer bei einer Brücke über den Erriff
sieht man dann den Wasserfall und nach der Brücke gibt es einen
ausreichend großen Parkplatz.
Wer dieser Straße weiter
folgt, mit schönen Aussichten auf den Killary Harbour, der angeblich
einem norwegischen Fjord ähneln soll, kommt nach 4 Kilometern am
ehemaligen Herrenhaus von Delphi vorbei und danach zum düsteren Doo
Lough mit traurigen Erinnerungen an die Zeit der Großen Hungersnot in
Irland. Nördlich des Doo Lough erstreckt sich eine grandiose Einöde,
welche die Straße durchquert - in Louisburgh wird die Landschaft
freundlicher. Statt dessen kann auch die N59 benützt werden, die direkte
Verbindung nach Westport.
Erstellt: 6. August 2011
© 2011/Peter Lausch
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