© Leicashop Wien, 2004

 

Leica IIIf RD: typische Ausrüstung, ca. 1957

Diese umfangreiche Ausrüstung zu einer Leica IIf Red Dial von links oben im Uhrzeigersinn:

Das Nahgerät BOOWU  besteht aus 4 Stäbchen und 3 Fassungen verschiedener Dicke für Normalobjektiv und Kamera - die Fassungen stellen faktisch Zwischenringe dar, welche die Auszugslänge verändern. Mit diesem Gerät werden auf einfache Art Seiten im Format DIN A4, A5 und A6 aufgenommen. Das Objektiv wird dazu auf Unendlich gestellt, die Schärfe ergibt sich automatisch. Bei häufigem Gebrauch fiel der nach heutigen Maßstäben umständliche Zusammenbau nicht ins Gewicht - es wurde bis in die 70er-Jahre angeboten, zuletzt auch in einer Ausführung für die Leicamodelle mit Bajonettanschluss als BOOWU-M. Mit dem Aufkommen von Fotokopiergeräten wurde es indessen viel einfacher und schneller möglich, Kopien von einzelnen Seiten (oder auch ganzen Büchern) zu erhalten.

Das Blitzgerät CEYOO ist eines von mehreren Stabblitzgeräten für die damals üblichen Blitzbirnen unterschiedlicher Größe und Leistung - und unterschiedlicher Brenndauer, was die Kontaktzahlen von 0 - 20 auf einer Scheibe unterhalb des Zeitenknopfes der Leica IIf notwendig macht. Dieses Blitzgerät wurde, ebenso wie das etwas später angebotene CHICO über den Zubehörschuh an der Kamera befestigt, das dazugehörige Kabel mit dem Synchronkontakt der Kamera verbunden. So unhandlich sie auch aussehen mögen, gegenüber den Vorgängermodellen waren beide Geräte ein Fortschritt - diese wurden mit einer aufschraubbaren Schiene am Boden der Kamera befestigt und waren einigermaßen unhandlich.

Der Projektor PRADO in der gezeigten Ausführung für den Heimgebrauch besitzt eine 150 W Hochvoltglühlampe und einen drehbaren Schieber vor dem Gehäuse, in den die zu projizierenden Dias einzeln eingesteckt und nach der Projektion wieder manuell entnommen werden.

Die viereckige Sonnenblende SOOPD für das Summitar 2/50 ist - zusammengelegt - recht handlich und vor allem recht wirksam.

Die runde Sonnenblende FIKUS ist ausziehbar und mittels eingravierter Marken auf verschiedene Brennweiten einstellbar; in der hier gezeigten Version wahrscheinlich auch für die Brennweite 135 mm - siehe unten.

Objektivdeckel gibt es von Leitz für jedes jemals erzeugte Objektiv - meist in mehreren verschiedenen Ausführungen.

Das Gerät APDOO mit Ledertasche ist ein aufschraubbarer Selbstauslöser.

Die Leica IIIf RD (im Bild mit Summitar 2/50 mm) wurde von 1950 - 1957 in über 59.000 Exemplaren erzeugt. Charakteristisches Merkmal der IIIf (ebenso wie IIf und If) ist die unter dem Zeitenknopf angebrachte Scheibe mit schwarzen oder roten Kontaktzahlen (BD bzw. RD) von 0 - 20, mit denen die Synchronisation an die jeweils verwendeten Blitzbirnen unterschiedlicher Leuchtdauer angepasst wurde.

In den Sucherschuh eingesteckt der Sucher VIOOH - Einzelheiten hier.

Bei den beiden Objektiven  handelt es sich um das Summaron 3,5/35 mm und um das Hektor 4,5/135 mm.

 

© PETER LAUSCH/2004
Erstellt am 15. November 2004

Zurück   l    Hinauf