© Leicashop Wien, 2004

 

Eine Leicaausrüstung aus dem Jahre 1941

Dies ist nur scheinbar eine einigermaßen gewöhnliche Leicaausrüstung, bestehend aus Leica III, Summitar 2/50 mm und Elmar 4/90 mm.

In Wahrheit handelt es sich um einen Prototypen der Leica IIId, der mit den beiden Objektiven, die auch nur scheinbar gewöhnlich sind, an Ludwig Leitz, einen der 3 Söhne von Ernst Leitz II., am 14.10.1941 übergeben wurde.

Von der Serienausführung der Leica IIId weicht dieser Prototyp in der Mechanik zum Auskuppeln des Getriebes, sowie im Aufzugsgetriebe ab. Und die Kamera hat eine einklappbare Rückspulkurbel an Stelle des bei allen Schraubleicas bis zur Einstellung der Erzeugung üblichen Rückspulknopfes. Auch das Summitar ist etwas Besonderes, weist es doch eine frühen Antireflexbelag auf, wie ihn die Serienobjektive erst in der Nachkriegszeit erhielten. Gleiches gilt für das Elmar. Die Ausrüstung steht übrigens auf einer Kopie der diesbezüglichen Seite des Verkaufsbuches - dort findet sich auch die entsprechende Eintragung bezüglich der Übertragung der Kamera (in der Abbildung leider nicht sichtbar).

Wie viel dieses Ausrüstung kostete? Nix. Sie war ja ein Firmengeschenk.

Wie viel diese Ausrüstung heute wert ist? Schwer zu sagen. Bei einer Versteigerung vor einigen Jahren mit einem Ausrufungspreis von 12.500 Euro angeboten, fand sie keinen Käufer. Merke: der Wert eines Sammlerstückes hängt letztlich davon ab, wie viel ein Käufer zu zahlen bereit ist.

 

 

 

© PETER LAUSCH/2004
Erstellt am 12. August 2005

Zurück   l    Hinauf